Seether - Holding On To Strings Better Left To Fray

Review

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Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass ausgerechnet SEETHER mit ihrem neuen Album die Flagge des mittlerweile doch arg unter Alterserscheinungen leidenden Post-Grunge auf relativ überzeugende Art hochhalten, jene aus Südafrika in die USA übergesiedelte Band, die in den letzten Jahren eher durch das Aufwärmen längst ausgedienter Elemente auffiel.

Der mit “Holding On To Strings Better Left To Fray” arg sperrig betitelte Longplayer beginnt dabei sogar noch ziemlich bieder: Der Opener “No Resolution” ist eine ziemlich offensichtliche Kopie des Erfolgshits “Fake Me” und hat neben der exakt gleichen Formel auch eine fast eins zu eins übernommene Melodie vorzuweisen. Danach wird es dann jedoch nicht uninteressant, vor allem die erste Hälfte des Albums hat einige zugegeben nicht sonderlich innovative, aber doch mitreißende und gelungene Songs zu bieten. SEETHER variieren zwar durchaus das Tempo, überschreiten stilistisch allerdings nie die Grenze dessen, was noch problemlos im Radio laufen kann, und dies in Nordamerika sicher auch tut. Besonders die etwas ruhiger ausgerichteten Songs mit deutlich amerikanischem Einschlag sind es, die die Highlights der Scheibe darstellen, die erste Single “Country Song” genauso wie das ebenfalls vorab bekannte “Roses”, aber auch die mit überaus melodischen Refrains gesegneten “Here And Now” und “Master Of Disaster” bündeln die Stärken der Band zu ausgereiften, hörenswerten Rocksongs.

Die Riffstärke wird zum Ende hin nochmal angezogen, bei “Down” und “Fade Out” lassen es SEETHER zumindest kurzzeitig mal krachen. Der Hauptgrund, dass es die Scheibe nicht in höhere Punktregionen schafft ist aber vor allem der Tatsache geschuldet, dass die Band vor allem aus instrumentaler Sicht ein bisschen auf der Stelle steht. Hier hätte man sich eine eigene Nische schaffen können, hätte man sich zum Beispiel an ein paar ausführlichere Soli etc. gewagt. Darauf müssen wir verzichten, und so wird aus einer Kaufempfehlung für alle Fans melodischer Rockmusik nun doch nichts.

Holding…” bietet uns also elf Songs jener Musik, bei denen man in amerikanischen Blockbuster-Kinofilmen kurz aufhorcht, weil sie die Emotion der Situation gut einfangen. Dass hier kein Ton irgendwem weh tun wird, weil vor allem auch Shauns Gesang kaum noch von seinen berühmten plötzlichen Ausbrüchen aufgewertet wird, muss man aber wissen, wenn man sich dem Werk nähern will. Wer damit klar kommt, dürfte sich von SEETHER endlich mal wieder ganz gut unterhalten lassen.

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21.04.2011

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