Sixx:A.M. - Modern Vintage

Review

Galerie mit 14 Bildern: Sixx A.M. live in Hamburg Juni 2016

Radiorocker aufgepasst: SIXX:A.M. hauen mit „Modern Vintage“ voll auf die Kacke! Schluss mit Weichspülerfusselrock à la DAUGHTRY. Dieses Album brilliert gänzlich mit umfassender kreativer Spannweite, und wenn die Band hier auf ihrer Seite 70er-Jahre-Einflüsse wie die von QUEEN, DAVID BOWIE, T. REX und SWEET nennt, lehnt man sich hier nicht allzu weit aus dem Fenster. Natürlich, die Qualität eines Freddie Mercury bleibt wohl immer unerreicht – aber immerhin wirken die Elemente, derer man sich hier bedient, authentisch und nicht geklaut!

Für mich ist „Modern Vintage“ das erste Rockalbum seit langem, das mir so richtig Spaß macht. Und was ich schon lange nicht mehr getan habe: Ich habe mir den Opener „Stars“ gleich zwei mal angehört. Gibt es angesichts solcher Hörgewohnheiten ein größeres Kompliment? Ich glaube nicht. Der Song haut einfach rein, und SIXX:A.M. haben hier einen Langspieler geschaffen, der endlich mal so richtig knallt, ohne zu schrullig für die Radiolandschaft zu sein. „Get Ya Some“ ist ein beschwingt gemütlicher Rock-Stampfer, der im Besonderen die Bandbreite der Band zeigt. Gesanglich ohnehin, spielerisch an den Saiten und der Batterie sowieso. Die Hookline und der leicht swingende Shuffle der Gitarren fressen sich so dermaßen ins Ohr, dass man hier gleich wieder Spaß hat. Ja, man merkt dass die Band Spaß am Songwriting hat, und das überträgt sich von den eigenen heimischen Lautsprechern bis hin in die eigenen Windungen des zentralen Nervensystems. Auch die Melodieläufe in den Leads und Soli sind so deutlich von Brian May beeinflusst, dass man das kaum leugnen kann. Und trotzdem, nur um das zu wiederholen: Alles bleibt hier eigenständig und naja: May hat hier eben einfach Schule gemacht. Etwas beherzter gestampft wird bei „Let’s Go“, und das Flair erinnert mich hier ganz eindeutig an THE FRATELIS mit „Chelsea Dagger“. Hört man beide Songs nacheinander, so denke ich, versteht jeder was ich meine.

Jetzt habe ich schon so viel über die bisherigen Songs frohlockt, und es bleiben immer noch sechs weitere. Was bleibt denn noch so alles zu sagen?! Eine Rockband wäre wohl keine Rockband, wenn sie nicht wenigstens einen Muschiknacker in Petto hätte: Eine Coverversion von THE CARS‘ „Drive“. Wer den Song noch nicht kennt: Wir sprechen von dem Song, den Bumblebee in TRANSFORMERS anspielt, um La Beuf dazu zu bewegen, Megan Fox fachgerecht abzuschleppen. Nicht gesehen? Meh … dann vergiss es … . Die Umsetzung ist super gelungen, man hat nicht versucht genauso zu klingen, sondern eben den Song so zu performen, wie man ihn heute eben performen würde! Vor allem aber bleibt man dabei wach!

Als Fazit kann ich nur sagen: Kaufen! Aufs Konzert gehen! ’nen kräftigen Schluck Bier und mindestens genauso kräftig dazu abrocken! Anspieltips?! Vergesst es – das hier ist für mich eines der Alben, die man gerne immer wieder von vorn laufen lässt, weil einfach jeder Song bockt!

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13.12.2014

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