Skid Row - Thickskin

Review

Galerie mit 8 Bildern: Skid Row - Rock Hard Festival 2019

Lange lange hat es gedauert bis Thickskin endlich in den Regalen der Plattenläden zu finden war. Unzählige Gerüchte rankten sich um die Band, die mit Wasted Time oder In A Darkened Room in meinen Augen zwei der größten Rock/Metal Balladen geschrieben haben. Das vorläufige Aus der Band kam zweifelsohne durch den Ausstieg des charismatischen Frontmanns Sebastian Bach. Immer wieder wurde Stimmen laut, die ein neues Album mit Sebastian Bach ankündigten. Nachdem aber bekannt wurde, dass er am Broadway den Jesus für das Musical Jesus Christ Superstar singen sollte, war Skid Row mit Sebastian Bach endgültig am Ende. Viele hatten die Band schon tot gesehen und in Gedanken das Grab im Rockhimmel geschaufelt. Da der Boden da oben aber ganz schön hart sein kann und Totgesagte wie man so schön sagt länger leben, haben Basser Rachel Bolan und Gitarrist Snake mit Johnny Solinger einen neuen Sänger gefunden, um zu einem erneuten Schlag auszuholen. Eines kann ich jedoch vorwegschicken, Sebastian Bach hat eine sehr große Lücke hinterlassen, die Johnny Solinger (noch) nicht füllen kann. Los geht es mit New Generation ein Stück, bei dem es mir gleich die Mundwinkel nach unten zog. Sollte da wirklich das Marilyn Manson Riff von The Beautiful People beinahe 1:1 geklaut worden sein? Yep scheint ganz so zu sein. Dabei soll es aber nicht bleiben, da das ganze Album immer wieder den faden Beigeschmack hat, dass man alles doch schon mal gehört hat. In I Remember You Two, ein Remake der achtziger Ausnahmeballade I Remember You, findet man einen traurigen Höhepunkt. Alleine schon die Tatsache, dass der Song einen deutlich hörbaren Punk-Touch verpasst bekommen hat, grenzt an eine Vergewaltigung. Trotzdem möchte ich ein Stück herausheben, auf dem die Songwriting Qualitäten der Herren Bolan und Snake durchscheinen. Mit Down From The Underground hat sich dann doch ein Stück auf das Scheibchen verirrt, das dem Anspruch an die Band stellenweise gerecht wird. Thickskin ist bestimmt kein schlechtes Album geworden und wartet auch mit einer zeitgemäßen Produktion sowie einigen netten Songs auf. Für diejenigen aber, die die Band noch aus früheren Tagen kennen und lieben gelernt haben, zu denen ich mich zweifelsohne auch zähle, dürften sich bei dem Album ziemlich alleine und verlassen fühlen und vielleicht sogar die eine oder andere Träne verdrücken, was aus den einstigen Königen der Metalballaden geworden ist. Mein Tipp: lieber mal wieder die alten Schreiben aus den Tiefen des Plattenregals befreien.

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14.10.2003

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1 Kommentar zu Skid Row - Thickskin

  1. kuba sagt:

    Ey, was´n los, doh. Geile Scheibe, macht doch Laune.

    8/10