Soulfly - Enslaved

Review

Galerie mit 10 Bildern: Soulfly - Rockharz Open Air 2015

Was sich auf den letzten Alben SOUFLYs “Conquer” 2008 und “Omen” 2010 bereits deutlich ankündigte, hat sich auf ihrem neuen Album “Enslaved” nun manifestiert: Max Cavalera hat aufgeräumt, und zwar ordentlich. Zum einen im Sound der Band um den mit SEPULTURA bekannt gewordenen Brasilianer, der von Weltmusikelementen oder sonstigem Schnickschnack nun beinahe gänzlich bereinigt wurde, zum anderen inzwischen auch in der Band selbst. Bassist Bobby Burns und Drummer Joe Nunez sind seit “Omen” nicht mehr Teil SOULFLYs, neu im Boot sind Tony Campos am Bass und ex-BORKNAGAR-Drummer David Kinkade.

Und dieser Frühjahrsputz sorgt dafür, dass SOUFLY anno 2012 härter, schneller, finsterer und brutaler klingen als je zuvor. Bereits das Intro “Resistance” sorgt für eine für diese Band eher untypisch düstere, bedrohliche Atmosphäre und als den Hörer mit “World Scum” der erste Hieb der Abrissbirne trifft, möchte man kaum glauben, hier das neue SOULFLY-Album zu hören. Bitterböses, malmendes Riffing, vorangetrieben durch das treffsichere Drumming Kinkades, von wenigen Ausbrüchen in wütende Raserei abgesehen, überwiegend im Midtempo angesiedelt, gepaart mit Cavaleras unverkennbaren Vocals – so klingt “Enslaved” und auch wenn sich Fans früherer Werke der Band bestimmt auf den Schlips getreten fühlen, so muss man SOULFLY einfach zugestehen, dass sie verdammt nochmal drauf haben, was sie sich neuerdings auf die Fahnen geschrieben haben. Und wem es den Schädel bis jetzt noch nicht abgerissen hat, der sollte sich spätestens beim unsagbar fetten Titel “Gladiator” festhalten, denn hier ziehen Cavalera und Co. das Tempo erstmals richtig an. Wenn dieser Titel live nicht wie eine Bombe einschlägt, weiß ich auch nicht mehr.
Mit “Amercian Steel” folgt dann zwar ein etwas schwächerer Titel und auch “Redemption Of Man By God” kann die Qualität der vorherigen Titel nicht gänzlich halten, doch bereits das zunächst rasende und dann sehr walzend ausklingende “Treachery” sowie das in portugiesischer Sprache geschriebene und als einziger Song mit Flamenco-Gitarren ausgestattete “Plata O Plomo” machen klar, dass sich SOULFLY hier maximal einen kleinen Durchhänger geleistet haben. Zwar dümpelt “Chains” schließlich noch etwas vor sich hin, der letzte Track “Revengeance” geht jedoch nochmal ordentlich in die Vollen, ein absolut würdiger Abschluss also!

Wie bereits angemerkt, wird sich der ein oder andere Fan der Frühwerke SOULFLYs eher nicht mit “Enslaved” anfreunden können, deshalb ist das Reinhören vor dem Kauf für diejenigen wohl unerlässlich. Wer der neuen Entwicklung der Band jedoch offen gegenüber steht, kann hier nichts falsch machen, auch wenn die wenigen schwächeren Momente des Albums SOULFLY dennoch ein paar Pünktchen kosten.

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17.03.2012

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