Stallion - From The Dead

Review

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Die deutschen Edelstahl-Hengste STALLION haben mit den Hufen gescharrt und galoppieren mit ihrem zweiten Full-Length-Album „From The Dead“ auf das Schlachtfeld.

Der Opener „Underground Society“ ist ein rotziger, roher Heavy-Metal-Knaller mit ernstem Hintergrund. STALLION thematisieren hierbei nämlich einen Club elitärer Trottel und engstirniger Musik-Nerds, die keine andere Meinung neben ihrer festgefahrenen Ansicht gelten lassen. Schnell wird klar, dass „From The Dead“ alles andere als ein angenehmer Ausritt ist, sondern vielmehr ein heroisches Statement gestandener Musiker. Musiker, die ihren eigenen Weg konsequent weitergehen und das umsetzen, was sie selbst unter Heavy Metal verstehen. Eine kluge Entscheidung, denn das Debüt „Rise And Ride“ aus dem Jahr 2014 brachte STALLION schon viel Lob ein.

STALLION haben ihre Hufen mit Heavy Metal beschlagen…

Nach drei Songs Vollgas, lockern die Herren die Zügel ein wenig und präsentieren mit „Waiting For A Sign“ eine lässige Rocknummer, die dank der gediegenen Gitarren- und Synthieparts vom Charme längst vergangener Rock´n´Roll-Zeiten lebt. Schon im darauffolgenden Titeltrack treten STALLION wieder das Gaspedal durch. Galoppierende Drums, kräftige Vocals unterstützt durch Gang-Shouts, oder das obligatorische Gitarrensolo sind einfach ein wahres Freudenfest für die Ohren. Nach einer knackigen Kampfansage an Faschisten beginnt der Krieg auf „Lord Of The Trenches“. Zur Steigerung der Dramaturgie haben STALLION in der Mitte des Songs noch ein hitziges Gefecht mit Maschinengewehren und Bomben eingebaut. Energie pur! Die zehnte Nummer auf „From The Dead“ lautet „Awaken The Night“. Mit sechseinhalb Minuten Spielzeit ist es der längste und vielschichtigste Track auf dem Album. Angefangen mit einer ruhigen Gitarrenmelodie und dezenter Percussion, wandelt sich der Song ab der ersten Minute zu einem fetzigen Abschlusstrack. Kurz vor Ende des ersten Drittels werden die rauen Vocals von Sänger Pauly von einer tiefen Stimme unterbrochen, bevor ein Glockenschlag zum nächsten Part überleitet. Dann fetzt es wieder ordentlich und die Mannen am Sechssaiter zocken was das Zeug hält. Virtuos und leicht verspielt leiten Oli und Äxxl das Ende des Albums ein. Nach diesen 45 Minuten fett produzierter Mucke bleibt nur noch eines festzustellen: Bei STALLION setzt jeder Fan traditionellen Heavy Metals auf das richtige Pferd!

23.06.2017

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