Status Quo - Bula Quo!

Review

Galerie mit 24 Bildern: Status Quo - 2 Legenden - 1 Konzert

Im Rock-Sektor gibt es, neben den Rolling Stones, wohl kaum eine Band, die so kontinuierlich auf Tour geht und Alben veröffentlicht wie die Briten von STATUS QUO. Die Mannen um Frontpferdeschwanz Francis Rossi (Gesang, Gitarre), hatte in den letzten 40 Jahren haufenweise Hits und es gibt kaum einen Winkel in der Welt, wo man von der wohl berühmtesten drei-Akkorde-Band noch nicht gehört hat.

Auf ihrem neuen Album „Bula Quo!“, zu dem es wohl auch einen Kinofilm gegeben hat, zocken STATUS QUO ihren Rock ’n‘ Roll wie ihn die Fans kennen und lieben. Und ich muss es gleich zu Beginn rauslassen: Die neun Tracks machen (fast alle) unheimlich Laune. Obwohl STATUS QUO auch im letzten Jahrzehnt so einige Scheiben rausgebracht haben, weiß die Platte diesmal wieder richtig zu gefallen. Und sehen wir mal von dem wirklich schrecklichen Fehltritt aus dem Jahre 2008, als die Jungs zusammen mit den Trash-Techno-Nasen von SCOOTER „Whatever You Want“ verhunzten, waren die letzten Platten ok. Auf „Bula Quo!“ rocken die Herren aber endlich wieder in alter Manier.

Das fängt schon mit dem Opener „Looking Out For Caroline“ an. Die ersten Riffs verraten sofort, um welche Band es sich handelt. Francis Rossi hat auch nach all den Jahren nichts von seiner charakteristischen Stimme verloren. Dem steht auch das folgende „GoGoGo“ ins nichts nach – ein flotter Rocker mit sehr eingängigem Chorus und klasse Solo im Mittelteil. „Run And Hide“ kann vor allem durch seinen kritischen Text überzeugen, doch auch die musikalische Untermalung zündet sofort. Dass STATUS QUO mehr können, als nur klassischen Rock ’n‘ Roll zu zocken, beweisen sie mit „Fiji Time“ oder „Bula Bula Quo“, welche arg an Südseeinseln erinnern. Einziger Schwachpunkt des Albums: „Mystery Island“. Kann man sich höchstens geben, wenn man gerade in anderen Sphären schwebt.

Der Sound auf „Bula Quo!“ kann sich gut hören lassen. Klar, den Schädel bekommt man hier nicht weggeblasen. Dennoch, der Klang ist amtlich und die Gitarren werden an den entsprechenden Stellen schon deutlich hochgeschraubt.

Die Bonus CD trägt den Titel „Greatest Hits“, und enthält 10 Nummern aus dem Hause STATUS QUO, die entweder live (u.a. „Caroline“, Whatever You Want“ oder „Down Down“) oder in veränderter Form (z.B. „Living On An Island“, „Rockin‘ All Over The World“) dargeboten werden. Ist als Kaufanreiz ganz nett, aber mit Sicherheit kein Muss. Obwohl „Down Down“ schon ziemlich geil rüberkommt…

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14.06.2013

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