Stryper - Live At The Whisky

Review

Es gibt bei STRYPER eigentlich nur zwei Varianten mit der Band umzugehen: Himmel oder Hölle. Nicht wenige Metaller kommen auf die Attitüde der Band nicht klar, ihre Botschaft mitunter penetrant vorzutragen. Hier schließe ich mich an. Auf der anderen Seite stehen aber Musiker, die ihre Instrumente durchaus beherrschen und das auch auf dem neuen Live-Album “Live At The Whisky” zeigen.

STRYPER spielen sich locker-leicht durch sowohl neues Material, als auch ihre Klassiker wie “Soldiers Under Command”, “Reach Out” oder “To Hell With The Devil” und bieten dabei die für sie typische Mischung aus Hard Rock und Metal. So weit, so gut. Erfreulich ist im Kontext von “Live At The Whisky” auch, dass man darauf verzichtet hat das Publikum zu sehr in den Vordergrund zu mischen, was der Liveatmosphäre sehr entgegen kommt. Auf der anderen Seite klingt das Album trotzdem nicht wirklich nach einem Livealbum. Ich spreche den Jungs nicht ab, dass sie ihre Songs genauso wie auf Platte darbieten können (das habe ich dieses Jahr in Balingen gesehen), aber es fehlen die Ecken und Kanten eines wirklichen Liveauftritts. Die Chöre sind beispielsweise einfach zu glatt geraten für die Soundverhältnisse in einem Club. Auch die Gitarren und das Schlagzeug klingen in dem Kontext unecht (es reicht eben nicht Reverb auf die einzelnen Kanäle zu legen). Das wiederum stört das Hörvergnügen empfindlich, meiner Meinung nach. Wenn man dagegen ein Album wie AXEL RUDI PELLs “Made In Germany” als Referenz heranzieht, bekommt man schon eher eine Idee davon, wie ein authentisches Livealbum zu klingen hat. Sicher, gemogelt wird immer und überall und ein Livealbum ist in den seltensten Fällen wirklich ‘live’, aber beim aktuellen STRYPER-Output geht durch die hörbare Nachbearbeitung das Flair eines Konzerts so ziemlich flöten.

Die Zielgruppe für “Live At The Whisky” dürfte neben Black-Metallern auf der Hand liegen. Die können auch gerne Geld in diesen STRYPER-Release investieren, wer aber ein stimmiges Livealbum hören will, greift zu oben genanntem oder vielleicht “Alive In Athens” von ICED EARTH. Letzteres wurde zwar auch nachbearbeitet, kann aber zumindest durch erstklassigem Songmaterial überzeugen. Bibeln werfen und drei Semi-Hits reichen eben nicht immer für einen Kultstatus.

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02.10.2014

Der metal.de Serviervorschlag

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