Tank - Breath Of The Pit

Review

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Noch viel länger als im Hause QUEENSRYCHE hängt der Haussegen bei der britischen Institution TANK mehr als nur schief. So hat sich der kurz davor mehr oder weniger geschasste Frontmann Algy Ward schon vor vier Jahren im Vorfeld einer Tournee überaus negativ zu diesem Thema geäußert, was seine ehemaligen Mitstreiter jedoch nicht davon abhalten konnte ihre Karriere weiterhin voranzutreiben.

Doch Algy war immer schon für seine kompromisslose Art bekannt, weshalb er mit nun einem neuen Album einen Neustart hinzulegen versucht und das ebenso unter dem Banner TANK. Dass dieses auch optisch sofort an das im Jahr 1987 erschienene, selbstbetitelte Album erinnert, erscheint zwar überaus provokant, ist aber auch logisch, schließlich war selbiges das letzte gemeinsame Werk der „Streithanseln“.

Mit „Breath Of The Pit“ setzt Algy den Hebel auch nahezu exakt in jener Phase an, nicht zuletzt um seinen nunmehrigen deutlich melodischer und hardrockiger agierenden „Wettstreitern“ zu zeigen, wie der „echte“ TANK klingen muss. Das rohe, ungestüme Elemente, dass einst den Charme der Briten ausmachte, nimmt Algy als Basis um seine zehn aktuellen Kompositionen förmlich herunter zu rotzen, wobei ihm diesbezüglich auch der „kraftvoll-dumpfe-old-schoolige“ Sound zugutekommt.

Wenig überraschend für mich diese Vortragsweise, ebenso wenig die einmal mehr unglaublich versoffen klingende Stimme von Algy, die nichts von ihrer punkigen Attitüde eingebüßt hat, wie auch seine nicht minder ruppige Saitenkunst. Umso größer jedoch die Ernüchterung und Enttäuschung, denn das Ergebnis kann trotz all diesen Ingredienzien den Esprit der früheren Scheiben nicht wirklich versprühen, sondern lässt eher das ungestüme Bemühen eines als Songschreiber im Alleingang eher überforderten Musikers vernehmen.

Zwar ist das insofern nachzuvollziehen, da man Algy seinen Zorn über die Entwicklung in Sachen TANK anmerkt und er dieser versucht mit Gewalt gegenzusteuern – viel mehr als zehn räudige Brocken, die sich noch dazu auch gegen Ende hin leider zu sehr ähneln, sind dennoch nicht herausgekommen. Obendrein mangelt es dem Großteil der Tracks an der seit in der Frühzeit der Bandgeschichte immerzu vorhandenen einprägsamen Melodik, weshalb sich selbst bei „neutralen“ TANK-Fans hier wohl recht schnell ein gewisser Sättigungsgrad einstellen wird….

16.06.2013

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