Tarot - Crows Fly Black

Review

TAROT, die Band um die Hietala Brüder Marco (NIGHTWISH) und Zachary, besteht bereits seit über 20 Jahren. Schande über mein Haupt, dass ich bis dato noch kein Werk der Jungs kannte. Doch das wird sich ab sofort bestimmt ändern! Denn mit „Crows Fly Black“ konnte nicht nur Nuclear Blast als Label gewonnen werden, vielmehr ist die Scheibe eine richtige Sahneschnitte geworden.

Wer bereits auf NIGHTWISH´s „Wish I Had An Angel“ steht, der sollte unbedingt zugreifen. Okay, die weibliche Stimme ist natürlich nicht gegeben. Aber Marco Hietala singt genauso geil wie bei dem erwähnten NIGHTWISH Song. Alleine der Opener „Crows Fly Black“ ist schon eine richtig wuchtige Granate, die sich qualitativ ganz klar aus der Masse der Songs anderer Bands abheben kann. Doch damit längst nicht genug, denn „Traitor“ ist keinen Deut schlechter. Der Song erinnert sofort an glorreiche Anfang 90er VICIOUS RUMORS Zeiten, als die Band noch Hymnen schrieb. Herrlich heavy startet „Ashes To The Stars“, was für ein geiles Riff! Da können sich so manche Bands eine Scheibe von abschneiden. Ähnlich heavy ist „Messenger Of God“ ausgefallen. Dieser Track hat gleichzeitig den coolsten Chorus der Scheibe sowie ein göttliches Gitarrensolo. Klasse! Das stampfende „Before The Skies Come Down“ ist sowohl gesanglich, wie auch vom Arrangement her der Anspieltipp des Albums. Obwohl bei weiten nicht so kompromisslos wie die übrigen Stücke, ist der Song dafür jedoch ziemlich theatralisch und klagevoll. Das schleppende „Tides“, eine Mischung aus Ballade und schwerfälligem Riffmonster lädt geradezu zum mitbrüllen ein. An die Schwarte geht’s auch bei „Bleeding Dust“. Das Gitarrenriff ist einfach nur geil, der Song durchaus gelungen: Anspieltipp! „You“ wurde in Finnland als Single veröffentlicht und enterte sofort den ersten Platz der finnischen Charts. Nicht zu Unrecht, obwohl dieser Song nicht der stärkste des Albums ist. So ist „Howl“ z.B. kein wenig schlechter, eben nur nicht so schnell wie sein Vorgänger. Die Akustikgitarren, an manchen Stellen eingesetzt, passen sich richtig gut an den Sound an, ohne dabei zu sehr in der Vordergrund zu geraten. Der Chor der Musiker zum Schluss des Songs verleiht dem Stück noch einen ganz gewissen Charme. Zum Finale geben die Jungs noch mal alles und „Grey“, eine starke Nummer, setzt dem ganzen Werk noch die Krone auf. Das Epos überzeugt einfach auf ganzer Linie. Hört es euch an!

Nicht nur die Songs sind durch die Bank durch fett. Auch bei der Produktion wurde ordentlich geklotzt, da gibt es nichts, aber auch gar nichts zu meckern. „Crows Fly Black“ ist eine kurzweilige Platte, die eine Menge Hits bietet und ganz sicher sowohl Power-Metal- als auch NIGHTWISH-Fans gefallen wird.

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04.01.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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5 Kommentare zu Tarot - Crows Fly Black

  1. horowitz sagt:

    Wusste gar nicht, daß Tokio Hotel bei Nuclear Blast unterschrieben haben. Nicht das ich es nicht irgendwann mal erwartet hätte.

    3/10
  2. me sagt:

    Man muß den Nerv dafür haben. Ich habe ihn nicht, definitiv. Marco hatte seine Chance, eine Zweite gibts nicht. DSDS-Musik mit wuchtigem Getröte, nix für Vatis Ältesten.
    Die Punkte gibts für die Gitarren. Sonst für nix.

    3/10
  3. blackchest sagt:

    Ein starkes Album, dass ich mir immer wieder mal anhöre. Großartig! Entweder mag man Marcos Vocals, oder nicht, ich mag sie.

    8/10
  4. tuat sagt:

    Tokio Hotel und DSDS? Jungs, wenn ihr keine Ahnung von Musik habt, dann versucht es auch nicht.^^

    Tarot sind wohl eine der unterbewertesten Bands gewesen und sind es meiner Meinung nach immer noch. Da die Musiker auch alle Studioerfahrung aus technischer Sicht haben, gibt es hier an der technischen Umsetzung nichts zu meckern.

    Zu den Songs ist schon viel gesagt worden und es gibt da nicht wirklich was zu ergänzen.

    Gehört in die Plattensammlung, vor allem wenn man mehr kennt als nur Metallica.

    9/10
  5. Milch sagt:

    Nach ewig langer Zeit mal wieder reingehauen das Teil. Genau so muss es klingen, wenn Skandinavier Heavy Metal machen. Allerdings kann man mäkeln, dass es der Scheibe ein wenig an Dynamik und Einfallsreichtum mangelt. Dafür entschädigen 11 coole Metal-Hits.

    8/10