Terror - Keepers Of The Faith

Review

Galerie mit 13 Bildern: Terror – Full Force 2019

„Die LA-Hardcoreler von TERROR stehen nicht gerade für Experimentierfreudigkeit. Seit ihrem grandiosen Debüt „Lowest Of The Low“ fährt Sänger Scott Vogel mit seiner ständig wechselnden Begleitband eine straighte Schiene ohne groß nach links und nach rechts zu schauen: Hardcore der New-Yorker Schule! Mal schnell, mal groovend, mit hörbarer Metal-Kante. Auf der letzten Platte öffneten sich TERROR ein wenig dem Thrash-Metal, aber nicht gerade auf spannende Weise, was „The Damned, The Shamed“ für meinen Geschmack zu einem echten Langweiler machte.

„Keepers Of The Faith“ soll nun also das eines der Hardcore-Flaggschiffe dieser Szene wieder auf Kurs bringen, doch das klappt nur bedingt. Neben den einfach gestrickten, typischen TERROR Songs – kurz und immer ein wenig berechenbar – gesellt sich auch dieses Mal der ein oder andere Ausflug in benachbarte musikalische Gebiete. „You’re Caught“ gehört dabei mit seiner Streetpunk-Attitüde zu den besten Songs der Platte überhaupt, während „Return To Strength“ anfangs erstaunlich melodisch daher kommt, aber dann im weiteren Verlauf wieder in alte Strickmuster verfällt. Wie man den Groove besser einsetzt, zeigt da „Shattered“. Klar machen auch die erwähnten typischen TERROR-Kracher Spaß. “Stick Tight“ oder der Rausschmeißer “Defiant“ zum Beispiel gehen sofort in Mark und Bein über. Doch täuscht diese, zugegebenermaßen, wirklich gute Handvoll Songs nicht darüber hinweg, dass es einige Füller auf „Keepers Of The Faith“ zu finden gibt und es TERROR nicht schaffen die Spannungskurve über alle dreizehn Songs aufrecht zu halten. Dass Scott Vogel noch aggressiver und angepisster klingt als sonst, ist da leider nur eine Randnotiz.

Auch wenn „Keepers Of The Faith“ besser ist als der Vorgänger zeigt die Tendenz der Mannen um Scott Vogel nach unten. Scheint so als wäre langsam die Luft raus und allmählich stellt sich die Erkenntnis ein, dass TERROR wohl nie wieder so spannend klingen werden wie auf ihrem Debüt. Die Platte kommt leider nicht über sehr gute sechs Punkte hinaus.

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17.08.2010

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3 Kommentare zu Terror - Keepers Of The Faith

  1. medoozapdm sagt:

    !!! Jawoll Jawoll Jawoll !!!
    aber was muss ich da lesen vom Reviewer, Tendenz nach unten ? ..wohl eher für Disturbed!!!

    Schnittige Riffs ( auch wenn ja nicht sooo spektakulär ), druckvoller Gesang und wieder songs songs songs, kurz und knackig aber überzeugend und frisch !
    Wer Terror mag wird nicht entäuscht und bekommt was er erwartet.
    9 Punkte und keine 10 weil tendenz nach oben !!

    9/10
  2. Büsdryver sagt:

    Ich seh das genauso wie mein Vorredner… es hat meist einen Grund, wenn einer Band zum „Szene-Flagschiff“ wird… was Terror für Hardcore definitiv ist… verlässlichkeit und gradlinikeit ! Grade im Hardcore braucht man keine Experimente, was leider immer wieder als mangelnde kreativität und langeweile missverstanden wird ! Die Jungs wissen, was sie tun, und sie tun es gut !

  3. Matthias sagt:

    Naja, Flaggschiff… das ist immer subjektiv. Für mich sind TERROR aufgrund ihrer Metal-Lastigkeit nichtmal halb so gut wie z.B. WOLFBRIGADE…. aber wie gesagt, das ist rein subjektiv. „Keepers Of The Faith“ ist OK, aber mehr nicht… Irgendwo zwischen 6 und 7 Points von mir…

    7/10