The Cold View - Born Banished Beaten Broken Buried

Review

Mit einfachsten musikalischen Mitteln fräst sich Alleinunterhalter A.A.S. aus Darmstadt durch das nunmehr vierte Album seines 2011 gegründeten Projektes THE COLD VIEW.

THE COLD VIEW oder FUNERAL DOOM meets BOHREN AND THE CLUB OF GORE (again).

Dabei hat sich die grundlegende Ausrichtung der Band selbstredend auf „Born Banished Beaten Broken Buried“ nicht verändert. Langsamster Funeral Doom mit tiefen gutturalen Vocals und gekonntem Keyboardeinsatz mit leicht loungigen Anleihen zu BOHREN AND THE CLUB OF GORE sind seit dem Debütalbum „Weeping Winter“ (2012) starke Erkennungsmerkmale von THE COLD VIEW.

Teilweise darf es auf dem neuen Album etwas schneller zugehen. Nach fast einer Stunde Funeral Doom hagelt es im letzten Song „Broken and Buried“ sogar ein paar verhaltene Off-Beats. Angst vor der Geschwindigkeitskontrolle muss allerdings niemand haben. Fair bleiben, langsam fahren. Alles andere wäre dem übergreifenden Konzept rund um existenzielle Fragen des Lebens auch eher abträglich gewesen.

Unglaublich dicht ist die Atmosphäre, die THE COLD VIEW verbreiten. Die Platte hat Hand und Fuß und eine immense Tiefe, die Freunden des grabstättlichen Dooms Freudentränen in die Augen treibt. Nachdem beim letzten Album „Wounds“ (2017) das Artwork etwas mau ausgefallen war, kann „Born Banished Beaten Broken Buried“ auch optisch punkten.

Größtes Manko des Projekts bleiben die klinischen Drums, die kraftlos und mit wenig Durchsetzungsstärke nach Konserve klingen. Insgesamt bietet „Born Banished Beaten Broken Buried“ für Soundfetischisten mehr als das Vorgängeralbum „Wounds“, da A.A.S. ein Mixing und Mastering von Funeral-Doom-Legende Greg Chandler (ESOTERIC) in die Waagschale wirft.

„Born Banished Beaten Broken Buried“ bedient primär Fans…

…, denn wer bisher mit dem außergewöhnlichen Projekt THE COLD VIEW etwas anfangen konnte, sollte auch „Born Banished Beaten Broken Buried“ auf keinen Fall verpassen. Das Album markiert das bisher beste Album im Katalog und hat hinsichtlich Sound und Artwork deutlich zugelegt, ohne die bisherigen Stärken Atmosphäre und Langsamkeit anzukratzen.

23.06.2019

Stellv. Chefredakteur

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