The Durango Riot - Face

Review

THE DURANGO RIOT aus Karlskoga in Schweden setzen sich mit ihrem dritten Album „Face“ wieder dezent zwischen die Stühle: Obwohl ihre Songs teilweise ziemlich straight nach vorne rocken, will das Quartett als reine Rock- oder Hardrock-Band nicht durchgehen. Dafür ist dann der Gesang von Frontmann Fred Andersson zu eingeschränkt – gerade er erinnert mit seiner Stimme eher an Indie-Rock, wogegen aber die harte Instrumentierung spricht.

Keine einfache Sache also, und doch fällt der Zugang zum Album leicht: „Face“ beginnt jedenfalls äußerst schmissig, sei es mit dem dezent melancholischen Titeltrack oder dem mit einem Mitsummrefrain versehenen „Zac The Salvationist“. Die Riffs sind nachvollziehbar, die Songs spannend gestrickt. Mit dem rauhen „Paranoia Rock“, dem eingängigen „Heavy Love“ und dem dezent Sixties-lastigen „Is It Enough?“ (erinnert an eine glattere Version von UNION CARBIDE PRODUCTIONS) bringen THE DURANGO RIOT zudem genügend Abwechslung mit ins Spiel.

„Face“ ist ein Reservoir an Ideen, Melodien und Hooks, und insgesamt fällt keiner der Dutzend Songs nennenswert ab. Was auf Dauer allerdings stört, ist besagter näselnder Gesang, der in seiner Ausdruckskraft und Bandbreite zu beschränkt ist. Man wünscht sich vielmehr einen Sänger, der auch mal aus sich rausgeht, anstatt immer im gleichen leicht weinerlichen Tonfall steckenzubleiben – da hilft denn auch der weibliche Gastgesang von Malin Gadeborg auf „Killer Buddies“ nicht nennenswert weiter. Wie gesagt: Musikalisch wäre „Face“ eine echte Empfehlung, wenn da nicht die genannte Einschränkung wäre – schade! Knappe sieben Punkte.

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16.10.2014

- Dreaming in Red -

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1 Kommentar zu The Durango Riot - Face

  1. Naku sagt:

    Ich kann die Kritik am Gesang des Frontmanns Fred absolut nicht nachvollziehen,weder empfinde ich die Stimme als „näselnd“, noch als nicht ausdrucksstark genug o.ä. Freds Stimme ist eingängig, hat Wiedererkennungswert und trägt wesentlich zur Stimmung bei, die The Durango Riot vermittelt. Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass der Autor meint der Sänger ginge nicht aus sich raus.Nun ja, wenn man als „aus sich rausgehen“ dieses schrecklich grunzende Growling versteht, aber da sind die Geschmäcker wohl einfach wieder unterschiedlich. Für mich ist es schließlich auch nicht verständlich, wie man Trash Metal o.ä.hören kann. Ich denke die Band trifft generell ehr den Geschmack der Indie Anhänger. Ist wohl hier die falsche Platform für diese Musik.Das einzig Störende für mich ist der schwülstige, aufgesetzte Gesang von Malin Gadeborg beim Track „Killer Buddies“, dieser ruiniert den Song leider etwas, passt auch nicht zum Track.Und eine harte Instrumentierung spricht keineswegs gegen Indie!