The Gates Of Slumber - Hymns Of Blood And Thunder

Review

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Scheiße ist das geil! Man möge mir verzeihen, dass ich eine Rezension so beginne, aber verdammt, das ist wirklich einfach nur schweinegeil! THE GATES OF SLUMBER liefern mit „Hymns Of Blood And Thunder“ nicht nur ihr viertes Werk ab, sondern auch eine tolle Old School Heavy- / Doom-Metal-Scheibe, die es wieder einmal in sich hat.

Die grundsätzliche Ausrichtung der Truppe, klassischen Metal in der Tradition von BLACK SABBATH, MANOWAR, JUDAS PRIEST, ST. VITUS, CIRITH UNGOL, RAINBOW , OMEN und IRON MAIDEN zu predigen, hat sich keinen Deut geändert. Sprühte jedoch der superbe und von mir mit 8 Punkten sogar im Nachhinein gesehen etwas unterbewerte Vorgänger „Conqueror“ nur so vor mitreißenden, sofort im Ohr hängenbleibenden Hits, gehen die Amis 2009 doch etwas rücksichtsloser, etwas weniger eingängig, eine Spur sperriger, aber immer noch herrlich hymnisch und stark zu Werke.

Dabei ist der Anfang zunächst sogar ein wenig ernüchternd. Den schon fast zu typischen, schnellen Doom-Song „Chaos Calling“ hätte ich nicht unbedingt als Opener gewählt, da das Stück doch verglichen mit den weiteren Songs sogar ein wenig schwach bis durchschnittlich erscheint. Doch keine Bange, es wird besser. Das folgende „Death Dealer“ ist ebenfalls ein flotter Doomer, recht roh gehalten, mit latenter ST. VITUS-Schlagseite. „Beneath The Eyes Of Mars“ ist herrlich kompromisslos, langsamer als die vorherigen Songs, mit starken Leads, prägnanten Riffs und gegen Ende hin klassisch-wabernden Synthesizer-Klängen walzen THE GATES OF SLUMBER alles nieder. Das absolut gigantische Stück mit zuhauf Gänsehaut-Momenten und ergreifendem Gesang hätte so auch auf „Suffer No Guilt“ stehen können. Für solch ein Lied würden ganze Legionen ähnlich gearteter Bands töten.

Mit „The Doom Of Aceldama“ folgt ein mächtiger, fast schon monumentaler Brecher mit gewaltigen Riffs und klagendem Gesang sowie herrliche Leads gegen Ende. Bei „Age Of Sorrow“ handelt es sich um ein kurzes, ruhig getragenes Instrumental, welches „The Bringer Of War“ einleitet, ein Stück mit viel Groove aber leider etwas belanglosem Refrain. Das können THE GATES OF SLUMBER besser, viel besser! Den Beweis treten die Amis mit dem folgenden „Descent Into Madness“ an, eine puristische, kompromisslose, zähfließende Lava-Doom-Metal-Nummer mit wunderbar emotionalem Gesang und einmal mehr prägnantem Riffing. „Iron Hammer“ ist eine fette Neuaufnahme des „Like A Plague On The Land“-Klassikers. Nun wird es sehr ungewöhnlich, „The Mist In The Mourning“ wird mit Krummhorn und Akustikgitarre vorgetragen, Karl singt im Duett mit einer schönen Frauenstimme. Die Ballade erinnert an irischen Folk. Das abschließende „Blood And Thunder“ ist dann wieder eine verdammt starke Hymne vor dem Herrn, hier bündeln THE GATES OF SLUMBER nochmals in kompakter Form all ihre Stärken.

Erschloss sich „Conqueror“ schon mit dem ersten Durchlauf vollends für den Hörer, ist „Hymns Of Blood And Thunder“ nicht ganz so eingängig, besitzt nicht die vielen Ohrwurmrefrains, hat dafür aber viele feine, versteckte Details. Zu nennen wären hier die geilen Synthesizerklänge Marke Siebziger, einige coole Gitarreneffekte. Auch wirkt das neue Werk kompromissloser und härter. Da nicht jeder Song vollends zündet, wird das hohe Niveau von „Conqueror“ leider nicht ganz erreicht.

Trotzdem ist und bleibt „Hymns Of Blood And Thunder“ ein starkes, organisches Album, welches man auch als Tribut an die glorreiche Metal-Vergangenheit sehen könnte. THE GATES OF SLUMBER sind das perfekte Bindeglied aus epischem Heavy und Doom Metal, mit verdammt viel Spirit, also Fäuste in den Himmel! Kult!

26.09.2009

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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