The Neptune Power Federation - Memoirs Of A Rat Queen

Review

THE NEPTUNE POWER FEDERATION kommen aus Australien und „Memoirs Of A Rat Queen“ mit Macht. Es geht ja auch um nicht weniger als die Vertonung göttlicher Gedanken. Nicht umsonst hat die phänomenale Beschwörerin resp. Anzünderin Imperial Priestess Screaming Loz Sutch einmal mehr keine geringeren als Inverted CruciFox und Search & DesTroy an der Gitarre, Bassist Jaytanic Ritual und Drummer Mr. Styx auserkoren, ihr hierbei dienlich zu sein.

Angesichts der besonderen Umstände sei ausnahmsweise aus den mitgelieferten Erläuterungen zum (vierten) Album der FEDERATION zitiert: „The album title is inspired by eight diary entries authored by the Imperial Priestess that detail everything she has lived through, from her role in the French Revolution, being falsely accused of manifesting the Black Plague in medieval Germany, all the way to the time she took a lover in the parking lot outside of a Judas Priest concert in 1986.“ Ahnen konnte man das schon.

Die „Memoirs Of A Rat Queen“ sind lodernd heiß

Musikalisch umgesetzt wird dies durch brennende Riffs, die auf Glam-Megalomanie und Space Rock mitsamt sehr stylischen Orgelklängen treffen, alles überirdisch inszeniert und höllisch okkult befeuert. Rein akustisch wird also SELBSTVERSTÄNDLICH auf einen geringfügig geringeren Zeitraum als inhaltlich zurückgegriffen, alternativlos sind es die Siebziger des vergangenen Jahrhunderts.

Verweise auf jüngere FreundInnen der Gitarre können dennoch vorgenommen werden: „Watch Our Masters Bleed“ zum Beispiel klingt im zweiten Teil, nachdem die Lavalampe umgetreten worden ist, als wenn AIRBOURNE mit THUNDERMOTHER beim erstaunlich erfolgreichen Versuch, sich „Ace Of Space“ durch die Nase zu ziehen, auch noch untenrum aktiv würden – und in echt geht es um irgendwelche halbdunklen Beschwörungen, Opfer oder Sakrilege (s. u.). Gute Güte. Triangel ist auch noch dabei.

Der NEPTUNE POWER FEDWERATION ist zu huldigen

„I’ll Make A Man Out Of You“ ist eine stampfende Angriffs-Hymne, die inklusive Weltklasse-„Aaaaaooowww-Uhuhuhuuu“ wenig dezent darauf hinweist, was klassischen Rock eigentlich so überlebensgroß macht. Und im abschließenden Ausrufezeichen „The Reaper Comes For Thee“ ist die Chefin vor wütenden Männern im Hintergrund gleichzeitig diabolisch lachende Furie, entrückte Niko-Diva und allmächtige Hohepriesterin in unheiliger Dreifaltigkeit. Beendet wird „Memoirs Of A Rat Queen“ von einem Kanon derselben mit sich selbst.

Und mit sich selbst kann das Auditorium danach auch erstmal nichts mehr anfangen. Zu groß ist das Verlangen, sich der Meisterin zu unterwerfen. Imperial Priestess, wir bedauern, dass wir nur ein Leben haben, das wir dem Rock’n’Roll widmen können! NEPTUNE POWER FEDERATION, wir zögern nicht, die Repeat-Taste zu aktivieren! Australien, du hast rocktechnisch einmal mehr amtlich durchgeskillt!

21.09.2019

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