The Tangent - A Place In The Queue

Review

Mit „A Place In The Queue“ legen THE TANGENT ihr mittlerweile drittes Album vor. Musikalisch bietet es verspielten RetroProg, mit symphonischen, vertrackten und filigranen Melodien, deren Ausdruck zwischen Fröhlichkeit und Melancholie wechselt. Neben typischen Progressive Rock Parts finden wir auch welche, die stilistisch eher im Jazz, Psychedelic, oder im canterburesken Gefilden anzusiedeln sind. Nicht nur die Instrumentierung (Saxophon, Klarinette, Flöte, sanfte Pianoklänge), sondern auch der zurückhaltende, jazzige Gesang von Tillison verleihen dem Album einen eher relaxten Charakter. Auf „A Place In The Queue“ regiert ein warmer Grundton, der an technischer Raffinesse nichts vermissen lässt. Im Vergleich zu dem Vorgänger ist das Album etwas rockiger geraten, was ihm gut tut. Das solide Schlagzeugspiel verleiht den Kompositionen mehr Groove, während das sehr vordergründige Keyboard für Melodik sorgt. Mit Gitarren geht man eher sparsam um, was dem Album das „erdige“ Gefühl etwas raubt. Reich an Klangfarben, Spielfreude und Ideen wissen THE TANGENT mit ihren Kompositionen zu überzeugen. Allerdings gehen manche Parts ziemlich spurlos am Ohr vorbei und andere dagegen nerven mit ihrer Vertracktheit. Trotz allem ist „A Place In The Queue“ ein sehr phantasievolles, abwechslungsreiches, solides und ein besonders anspruchsvolles Scheibchen geworden, für das man aber manchmal auch starke Nerven braucht.

12.02.2006

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