The Wise Man's Fear - Valley Of Kings

Review

Auf das richtige Produktlabel kommt es an – so viel haben THE WISE MAN’S FEAR schon einmal verstanden. Firmiert das Quartett aus dem tiefroten US-amerikanischen Rust Belt doch recht lautstark unter der kuriosen Genrebezeichnung „Fantasycore“. Und bis hierhin offenbar mit Erfolg. Für das dritte Album „Valley Of Kings“ hat man einen Vertrag bei Sharptone Records unterschrieben. Doch wird kluges Marketing hier auch mit entsprechend überzeugendem musikalischen Inhalt gefüllt?

„Fantasy“ sind bei THE WISE MAN’S FEAR hauptsächlich die Texte

„Fantasy“ sind zunächst einmal vornehmlich die Texte von THE WISE MAN’S FEAR. Anders als die meisten Core-Kolleginnen und –kollegen singen die Jungs nicht über die unerträgliche Last des Planeten auf den eigenen Schultern, Naturschutz oder Beziehungskrisen. Nein, „Valley Of Kings“ erzählt stattdessen die Geschichte von fünf großen Kriegern, die die unheilvollen Artefakte eines gewissen bösen Monarchen zerstören müssen. Das Prequel liefert übrigens – wie sollte es anders sein – das Vorgängeralbum. An den Instrumenten geht es hingegen über weite Strecken eher konventionell zu. Bis auf ein paar wirklich deplatziert wirkende Flöten aus der Mittelaltermarkt-Grabbelkiste im letzten Drittel von „The Tree Of Life“ und dezenter Querflötenuntermalung im balladesken „The River And The Rock“ sind die Waffen der Wahl tiefe Breakdowns und der verlässliche Wechsel zwischen Klargesang und Shouts am Mikrofon.

Insgesamt eher klassisch

Während ersterer sich bisweilen in wahre Pop-Punk-Höhen vorwagt, bedienen sich Songs wie „Firefall“ sogar gurgelnder Deathcore-Elemente. Wenn man will, kann man hier die Dämonen vernehmen. Da man ansonsten aber wenig Konkretes über den Weg der Krieger aus den gutturalen Tönen heraushört und auch die Songs in sich lediglich der klassischen Metalcore-Dramaturgie folgen anstatt auch mithilfe ihrer Strukturen eine Geschichte zu erzählen, wächst „Valley Of Kings“ insgesamt nicht über ein solide produziertes Core-Album hinaus. Alles in allem ist der dritte Streich von THE WISE MAN’S FEAR wirklich nichts, das sich nicht problemlos mit den zahlreichen bereits bestehenden Subgenres beschreiben ließe.

19.06.2020

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