Threshold - Subsurface (Definitive Edition)

Review

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„Subsurface“ spiegelt recht deutlich die Zeit wieder, zu der es entstand. Der Krieg gegen den weltweiten Terrorismus, dem US-Präsident George W. Bush uneingeschränkte Priorität eingeräumt hatte, führte zu einer bis heute heiß umstrittenen militärischen Intervention im Irak, die in der gesamten westlichen Welt für ein politisch aufgeladenes Klima sorgte. Dass es THRESHOLD schafften, diese Stimmungen in ein Album zu kanalisieren, das diese aktuellen Themen aufgriff und dabei dennoch absolut zeitlos wirkt, ist wohl die größte Leistung von „Subsurface“, das nun als letzte Scheibe der „Definitive Edition“-Reihe bei Nuclear Blast neu aufgelegt wird.

Stilistisch schließt sich „Subsurface“ nahtlos an „Hypothetical“ und „Critical Mass“ an. THRESHOLD hatten ihren Stil gefunden und entwickelten ihn konsequent weiter. Noch heute schafft es kaum eine andere Band, progressiven Anspruch in dermaßen eingängige und simpel erscheinende Songs zu kleiden. Und auch „Subsurface“ enthält keinen einzigen schlechten Song, dafür aber mit dem musikalisch wie textlich schonungslos direkten Opener „Mission Profile“, dem wendungsreichen „Ground Control“, dem nachdenklichen „Opium“, dem mit einem absoluten Ohrwurm-Refrain gesegneten Epos „The Art Of Reason“ und dem melancholischen Abschlussstück „The Destruction Of Words“ gleich fünf Stücke, die mit zum besten gehören, was der an Highlights nicht gerade arme Back-Katalog der Briten zu bieten hat.

Dagegen schaffen es „Stop Dead“, „Pressure“ und „Static“ nicht ganz, dieselbe Sogwirkung zu entfalten und sind unter dem Strich eben „nur“ gut. Mit „Flags And Footprints“ haben THRESHOLD zudem eine Ballade im Gepäck, die melodisch absolut überragend sein könnte, wenn Komponist Richard West nicht stellenweise zu dick aufgetragen und dem ganzen Stück dadurch einen etwas zu schwülstigen Touch verliehen hätte.

Als Bonus-Track ist auf der „Definitive Edition“ das bereits von der ursprünglichen „Special Edition“ bekannte „What About Me“ vertreten. Der Song ist vor allem deshalb interessant, weil es eine der wenigen Kompositionen von Drummer Johanne James darstellt. Dazu gibt es soundtechnisch absolut tadellose Live-Versionen von „Mission Profile“ und „Ground Control“ aus dem Schweizer Pratteln, die Die-Hard-Fans bereits von der „Surface To Stage“-Live-Scheibe bekannte sein könnten. Auch hier bieten die Bonus-Stücke also eine nette Dreingabe für Fans, einen Neukauf des Albums dürften sie aber nur für Komplettisten rechtfertigen.

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10.11.2012

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