Thronum Vrondor - Ichor (The Rebellion)

Review

Soundcheck Februar 2019# 8

Manche Bands sind einfach nur ganz okay, aber nicht gut – wer kennt das nicht? In diese Kategorie dürften für viele auch die belgischen Black Metaller THRONUM VRONDOR fallen, die am 1. Februar 2019 ihr neues, drittes Album „Ichor (The Rebellion)“ veröffentlicht haben. Denn nein, schlecht ist darauf nichts. Nur eben auch nichts so richtig gut.

Aus dem Umfeld von PARAGON IMPURE und den Black Thrashern DEMONIZER kommen die Herren aus Antwerpen, und so ist natürlich klar, dass hier handwerklich alles im grünen Bereich liegt. Und tatsächlich überzeugen THRONUM VRONDOR auf „Ichor (The Rebellion)“ nicht nur handwerklich, nein, sie haben auch einige Parts in petto, die gut ins Ohr gehen.

THRONUM VRONDOR haben nette Ideen, aber „Ichor (The Rebellion)“ ist zu gewöhnlich

Allerdings gibt es auf dem Album auch nur wenig, was wirklich fesselt, der Black Metal der Belgier wummert sich im, nach Genrestandards gemessen, absolut langweiligen Soundgewand durch die knapp 38 Minuten. Momente wie das Riff, das den Mittelteil des Openers „A Symbol Of Acrimony“ einleitet, oder das Mainriff des getragenen „Doom Upon Doom…“ sind durchaus hörenswert, aber vom Hocker hauen sie anno 2019 eben auch niemanden mehr. Dafür passiert anderswo einfach zu viel Spannendes (man schaue in Richtung Orthodox Black Metal, Post-Black Metal oder Bestial-Zeugs), als dass der stilistisch doch schon sehr gewöhnliche Black Metal von THRONUM VRONDOR viele Blumentöpfe gewinnen wird.

Und so ist „Ichor (The Rebellion)“ unter dem Strich ein klassisches Mittelmaß-Album: Es ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut, es gibt wenig, was man daran hassen könnte, und es gibt auch nicht viel zu lieben. (Böse Zungen behaupten, dass das bei ihrem Label Pulverised Records mittlerweile mit wenigen Ausnahmen der Normalfall ist.) THRONUM VRONDOR – eine Band, die viel zu wenig Aufregerpotenzial bietet, um sich durchsetzen zu können.

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13.02.2019

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3 Kommentare zu Thronum Vrondor - Ichor (The Rebellion)

  1. nili68 sagt:

    Vom Flair her ist das cool und der Gesang ist auch gut, aber das Songwriting lässt zu wünschen übrig, wie im Review richtig angemerkt, ohne natürlich direkt scheisse zu sein. Solider Standard halt..
    Lyrisch könnte das ja direkt Unblack Metal sein, aber ich hab‘ momentan schon keinen bock das nochmal zu hören. Ich hab’s auch vermutlich auch nur zuende geschaut, weil ich den Text mitgelesen habe..

  2. Lord Seriousface sagt:

    Kann man so unterschreiben. Für mich ist auch ein großes Manko, dass das Album, obwohl es nicht wirklich schlecht ist, zu öde ist, um es öfter hören zu wollen. Beim Durchhören schweife ich sogar regelrecht ab und schalte meine Ohren unbewusst ab. Andererseits finde ich aber auch, dass es hin und wieder doch etwas unrund bis schief klingt, meistens dann, wenn kein Standard-BM-Getremolo runtergebrettert wird. Da höre ich auch so manches Konkurrenzwerk um Einiges lieber…

    5/10