Thundermother - Heat Wave

Review

Soundcheck Juli 2020# 8 Galerie mit 20 Bildern: Thundermother - European Tour 2020 in Hannover

Donnerwetter! THUNDERMOTHER liefern mit ihrem vierten Album „Heat Wave“ eine ordentliche Ladung Rock’n’Roll ab, dass es bedrohlich zu grummeln anfängt, sich der Himmel verdunkelt und Hagelschauer einstellen. Und während der Viking-Metaller gerade einwenden mag, dass dafür doch Donnergott Thor zuständig ist, ist das nur der Auftakt einer Hitzewelle. Merke: Die Donnermutter ist für alle Wetter zuständig und liefert mit Album Nummer vier Vielseitigkeit gleich mit ab.

THUNDERMOTHER sind für alle Wetter zuständig

Da gibt es treibende Rock’n’Roll-Nummern vom Schlag „Loud And Alive“ und „Into The Mud“. Da gibt es Midtempostampfer, wie den Titeltrack, der sich durch seinen Mitsingrefrain gleich für die Bühne anbietet – am besten eine ganz große: Der Ohoho-Chor aus tausenden Kehlen gesungen, das hätte schon was. Es darf aber auch mal ruhiger sein, und so liefern die vier Damen mit „Sleep“ eine Ballade mit ein wenig Geigenschmalz ab. In „Purple Sky“ wiederum sind die Gitarren ziemlich bluesig angeschlagen und werden unterlegt durch Hammond-Orgeln.

THUNDERMOTHER bedienen sich dabei aus den letzten 40 Jahren Rock, Hard Rock und Melodic Metal und brauen daraus ziemlich souverän ihr eigenes Süppchen. Da macht es auch nichts, wenn sie den Vorbildern mal etwas näher kommen: Wo andere ihre Liebe zu Rock’n’Roll ausdrücken, holen sich die Donnermütter ihre Kicks halt „Back In ’76“. Neu ist das nicht, aber es funktioniert.

Hörbar haben sich die vier Musikerinnen um die Gitarristin und das einzig verbliebene Gründungsmitglied Filippa Nässil bemüht, jedem der Songs eine eigene Identität zu geben. Und meistens ist es ihnen auch gelungen. Einzig das Riff in „Driving In Style“ klingt allzu bekannt – Stichwort eigene Identität. Und gerade zum Ende hin zündet nicht jeder der Songs gleich und ist nicht immer mit memorablen Momenten gesegnet wie beispielsweise der Titeltrack oder „Dog From Hell“.

„Heat Wave“ ist unterhaltsam und bemerkenswert solide eingespielt

Trotzdem ist „Heat Wave“ auf Strecke äußerst unterhaltsam und bemerkenswert solide eingespielt – Extravaganzen finden sich auf dem Album nämlich keine, noch nicht einmal bei den Gitarrensoli. Oder bei den Texten: Die triefen vor Rock’n’Roll-Klischees, manchmal garniert mit einem Augenzwinkern, und dass die vier Musikerinnen einen unangepassten Lebensstil pflegen, weiß man nach dem Hören von „Heat Wave“ mit Sicherheit. Aber im abschließenden „Bad Habits“ erklärt Sängerin Guernica Mancini auch: „Sometimes I do bad things for good reason“. Wer also THUNDERMOTHER komplett verstehen will, sollte „Heat Wave“ von Anfang bis Schluss anhören. Und – da sollte man ganz ehrlich sein – am besten gleich zu einer Show gehen. Irgendwann sollte es ja schließlich auch wieder möglich sein, donnernden Hardrock und von der Decke triefenden Schweiß zu genießen. Bis dahin!

Shopping

Thundermother - Heat Wave (Deluxe Digipak inkl. 3 Bonustracks)bei amazon14,49 €
12.09.2020

- Dreaming in Red -

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Heat Wave' von Thundermother mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Heat Wave" gefällt.

Shopping

Thundermother - Heat Wave (Deluxe Digipak inkl. 3 Bonustracks)bei amazon14,49 €
Thundermother - Heat Wave (Deluxe Edition) (2cd Digipak)bei amazon17,98 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33363 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Thundermother auf Tour

07.07. - 10.07.21metal.de präsentiertRockharz 2021 (Festival)Accept, Asenblut, ASP, Attic, At The Gates, Beast In Black, Betontod, Burden Of Grief, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Deserted Fear, Eluveitie, Ektomorf, Ensiferum, Evil Invaders, Gernotshagen, Goitzsche Front, Grave Digger, In Extremo, Insomnium, Jinjer, Kambrium, Kataklysm, Knasterbart, Knorkator, Lord Of The Lost, Lucifer, Moonsorrow, Mutz & The Blackeyed Banditz, Nothnegal, Obscurity, Oomph!, Ost+Front, Paddy And The Rats, Powerwolf, Running Wild, Sepultura, Sibiir, Steel Panther, Storm Seeker, Subway To Sally, Suicidal Tendencies, Tankard, Tarja, Testament, The 69 Eyes, Thomsen, Thundermother, Turisas, Twilight Force, Uncured, Unleashed, Unzucht und Unleash The ArchersFlugplatz Ballenstedt, Ballenstedt
18.08. - 21.08.21metal.de präsentiertSummer Breeze 2021 (Festival)Alestorm, Amon Amarth, Any Given Day, Benighted, Blind Guardian, Brothers Of Metal, Bury Tomorrow, Dark Tranquillity, Debauchery, Eisbrecher, Eisregen, Ensiferum, Fiddler's Green, Finntroll, Frog Leap, Gloryhammer, Gutalax, Haggefugg, I Prevail, Insomnium, Jinjer, Lord Of The Lost, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Nekrogoblikon, Nytt Land, Saltatio Mortis, Shadow of Intent, Thundermother, Unleash The Archers, Wardruna, Warkings, While She Sleeps und Within TemptationSummer Breeze Open Air, Dinkelsbühl, Dinkelsbühl

Kommentare