Transilvanian Beat Club - Das Leben Soll Doch Schön Sein

Review

Hier sind sie wieder, die Herren (und Damen) aus dem Dunstkreis um EISREGEN und EWIGHEIM mit dem markanten Namen TRANSILVANIAN BEAT CLUB und der noch markanteren Abkürzung TBC. „Das Leben soll doch schön sein…“ nennt sich ihr zweites Machwerk und wie schon beim Debüt dürfte auch dieses Mal die Aufmerksamkeit hauptsächlich daher rühren, dass es sich um ein Nebenprojekt halbwegs prominenter Gestalten handelt.

Rein von instrumentaler Seite hätte es allerdings wohl keiner gesonderten Band bedurft, denn nicht nur in personeller Hinsicht drängen sich die eingangs erwähnten EISREGEN und EWIGHEIM als Anhaltspunkte auf. Dazu noch Punk, Polka und eine große Portion Rock’n’Roll – fertig ist der TRANSILVANIAN BEAT CLUB. Wahrscheinlich aus einer Bierlaune und dem Wunsch heraus entstanden, die Reputation der „Hauptprojekte“ nicht zu beschädigen, verbringt man auf diesem Album die meiste Zeit mit erzähltem Alkoholexzess, Lagerfeuerphilosophie und so überzeugend dargebotener Intellektverweigerung, wie sie mir spontan und derart aufdringlich nur bei den BÖHSEN ONKELZ aufgefallen ist. Der auch offiziell in Anführungszeichen gesetzte „Gesang“ klingt, um mal einen Redaktionskollegen aus einem anderen Zusammenhang zu zitieren, „mehr nach besoffenem Penner“ als zur Glaubwürdigkeit überhaupt nötig wäre und die Riffs und Rhythmen sind so simpel und nach Schema F gestaltet, dass man die Stücke garantiert auch noch nach zwei Flaschen Wodka – Stichwort „Wodka“: Wohl eines der meistgenannten Wörter des Albums – fehlerfrei spielen kann. Dass die Texte bei alledem erstaunlich gut das Niveau (unten) halten und genau diesen augenzwinkernden „Wir würden ja eigentlich gerne auf höchster Ebene über Gott und die Welt philosophieren, aber wir feiern lieber“-Flair rüberbringen, fügt sich ohne Ecken und Kanten in das Gesamtbild ein und ruft tatsächlich etwas Sympathie hervor. Ob man das nun mag oder nicht, dürfte wohl stark vom jeweiligen Hörer und dem Alkoholgehalt seines Blutes abhängen. Auf Konzerten jedenfalls stelle ich mir das Eins-Zwei-Geschrammel als durchaus spaßig vor.

Auf Silberling gepresst grenzt „Das Leben soll doch schön sein…“ hingegen an Materialverschwendung, nicht mal eine kontroverse Diskussion gibt es für die Thüringer an dieser Stelle. So richtig einprägsam ist der TRANSILVANIAN BEAT CLUB zu keiner Zeit, weder im positiven noch im negativen Sinne. Letzten Endes ist es halt doch nur ein wenig Mitgrölmusik ohne größere Ambitionen – nicht mehr und nicht weniger. Daher: Saufen!

18.11.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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