Unholy Baptism - Volume I: The Bonds Of Servitude

Review

Ring frei für die wohl uninspirierteste Black-Metal-Platte des Jahres: „Volume I: The Bonds Of Servitude“ von UNHOLY BAPTISM. Es ist unfassbar, wie jemand im Jahr 2018 noch so einen ungehobelten Früh-IMMORTAL-Klon aufnehmen kann, dazu so schlecht, und scheinbar glaubt, damit durchzukommen. „Volume I: The Bonds Of Servitude“ ist so dermaßen abgeranzt und langweilig, dass die Platte den Verfasser dieser Zeilen nach einer Weile regelrecht aggressiv macht. (Nicht im guten Sinne.) Denn zu dem absolut unspektakulären Riffing, das jede Myspace-Black-Metal-Band Anfang des Jahrtausends besser bei den Norwegern geklaut hat, gesellen sich absolut unausstehliche Computer-Drums, die schlecht klingen und teilweise den Eindruck hinterlassen, schlecht programmiert zu sein – es sei denn, das Geholper hier und da ist Absicht.

Auf „Volume I: The Bonds Of Servitude“ bieten UNHOLY BAPTISM genau einen coolen Moment

Unter dem Strich bleibt genau ein einziger cooler Moment auf dem Album, nämlich das tatsächlich irgendwo majestätische Mainriff des Rausschmeißers „Baptized In The Majesty Of Satan“. Diesen Pluspunkt brauchen UNHOLY BAPTISM aber auch, denn schließlich muss ja das dicke Minus für die „Drums“ irgendwie ausgeglichen werden. Warum da zwei Punkte unter der Review stehen? Keine Ahnung, irgendwie ist es nicht undenkbar, dass es rein theoretisch noch schlechter ginge. Das Schlimmste daran: Der „Volume I“-Teil des Titels droht an, dass es noch mehr davon geben wird. Pfui! Ressourcenverschwendung!

05.12.2018

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14 Kommentare zu Unholy Baptism - Volume I: The Bonds Of Servitude

  1. nili68 sagt:

    Also, an dem verlinkten Lied gibt es, wenn man echten Black Metal mag, mMn nicht auszusetzen. Da würde ich solide 7,5 Pkt. geben, wegen der fehlenden Innovation/Eigenständigkeit, weil sonst mehr. Das ist gut umgesetzt und in den 90’s wäre ich völlig begeistert gewesen.

    1. Se Wissard sagt:

      Danke. Wenn Revenge für ihren unsäglichen Krach (der durchaus mal nett sein kann, wenn man gerade Hundescheisse aus seinen Schuhen putzen muss, weil der Nachbar seinen Drecksköter überall hinkacken lässt) mal schnell 8/10 kriegen, ist das hier sicherlich keine 2/10 wert.
      Mag alles nicht sonderlich innovativ sein, aber das ist Revenge ja genauso wenig und spielerische Fertigkeiten da rauszuhören ist ja auch eher grenzwertig.
      Noch dazu machen Unholy Blasphemy in melodischer Hinsicht keine schlechte Figur und selbst der kritisierte Stromtrommler ist zwar sehr künstlich, aber gar nicht mal soo nervig gemacht.
      Es gibt viel besseres, aber auch wesentllich schlechteres, Mittelmaß würde hier ausreichen.

      1. BlindeGardine sagt:

        Da stimme ich jetzt anhand des Gehörten einfach mal soweit zu. Nicht missverstehen, auch Unholy Baptism würde ich mich vermutlich selbst nicht geben. Wie gesagt, in dem Bereich gibt es einfach deutlich bessere Sachen. Aber für Szenewüstlinge die alles aus dem Bereich hören kann das schon klar gehen und wenn ich da an die 8 Punkte für diese schlechte Marder-Coverband denke, dann ist das hier in Relation ja ein absolutes Götteralbum.

      2. BlindeGardine sagt:

        *mir nicht geben verdammte Axt!

      3. nili68 sagt:

        Ich höre bestimmt nicht alles aus einem Genre das mir gefällt, nur weil es fehlerfrei gespielt ist und nicht mit ’nem Diktiergerät aufgenommen wurde. Das Lied ist einfach gut.. finde ich.

  2. Gibt schlimmeres. Klingt weniger nach Drumcomputer als damals beim Blood& Vomit-Album von Nattefrost oder den Heinis von Mord.. Hab ich echt so viele scheiß Platten zu Hause, dass ich so was kommentieren muss, weil mir direkt Vergleiche einfallen? Weird!

  3. azl sagt:

    So schlimm finde ich das jetzt auch nicht. Aber Hauptsache mal wieder elitär abgemöllert.

    1. BlindeGardine sagt:

      Wenn Alben jetzt nach Auffälligkeit bewertet werden würden, dann würde das ja sogar hinkommen. Denn Unholy Blasphemy sind in der Tat gänzlich unauffällig. Das würde wiederum auch die 8 Punkte für Revenge erklären, denn deren Geböller ist so unsagbar schrottig, dass man schon irgendwie verblüfft ist.

  4. Bluttaufe sagt:

    Gab mir gestern Abend das Album auf Youtube. Ich würde das jetzt auch nicht abfeiern, aber 2 Punkte finde ich auch zu wenig. Den Drumcomputer finde ich auch nicht so schlimm. Probleme habe ich eher mit dem Gesang. Und, wenn man sich das Album auf voller Länge gibt, beschleicht einem das Gefühl der Monotonie.
    Gibt sicher besseres aber weitaus auch schlechteres. Ich denke mal 4 Punkte wären hier legitim.
    Was sich der Herr Möller bei der Punkteverteilung bei REVENGE gedacht hat, bleibt uns auf ewig verborgen. Aber gut, bei überschwänglichen Lobgedudel sollte man skeptisch werden und Youtube, Bandcamp und Co befragen.

    1. nili68 sagt:

      REVENGE ist halt ein spezieller Fall. Ich glaube auch kaum, dass es deren Ziel ist mit ihrer Musik Millionäre zu werden, sprich jedem zu gefallen oder auf Wacken aufzutreten.
      Ich bin da auch selten in Stimmung für, aber die haben auf mich schon einen gewissen Reiz. Bei der Bewertung muss man da andere Mastäbe anlegen..

  5. FiveDigitCreature sagt:

    Und immer noch die selben 3, 4 Pappnasen die seit Menschengedenken hier gemeinsam die Zeit totschlagen. Ihr habt alle zuviel Tagesfreizeit, Leute.

    1. Bluttaufe sagt:

      Da nichts konstruktives beigetragen wurde: „Don’t feed the Troll.“.

    2. BlindeGardine sagt:

      Und nur um uns das zu sagen hast du dir in deinem scheinbar prall gefüllten Terminkalender was frei geschaufelt und dich hier angemeldet? Coole Sache!

    3. nili68 sagt:

      Oh, ich sehe, dazu ist schon alles gesagt.. aber eben noch nicht von JEDEM. Deshalb.. werde ich jetzt in mich gehen und voll darüber nachdenken. So richtig.. ich schwör‘!!