Unlight - The Katalyst Of The Katharsis

Review

Galerie mit 13 Bildern: Unlight - WGT 2017

Schon wieder so ein Bandname, der leicht zu verwechseln ist. Gut, dass die hier gemeinten UNLIGHT mit ihrer Musik auf sich aufmerksam machen. Das kann ja schon mal abgrenzen. Mitglieder aus Deutschland und der Schweiz haben sich versammelt, um Album Nummer sechs unter Dach und Fach zu bringen. Ist eindrucksvoll gelungen, muss man sagen. „The Katalyst Of The Katharsis“ ist ein Viech, das oft böse, mal sanft daherkommt. Nichts für ungut, mit „sanft“ ist ja keine Puppenkiste gemeint, sondern der Hang, für Atmosphäre und Melodie auch mal ein Stück vom Gas runterzugehen.

Insgesamt tummeln sich auf dem Album jede Menge traditionell flirrende Black-Metal-Akkorde (zu Beginn des Titeltracks gut zu hören), massive, tiefgestimmte Death-Metal-Riffs („Promethean Might“ und „Grand Nexion“ als Anspieltipp), die gekonnt für Abwechslung sorgen und angenehm knarzen (ein Hoch auf den Sound), sowie andersartige Überraschungen, die noch mehr auflockern, aber so reduziert verwoben wurden, dass sie den schwarzen Gesamteindruck nicht allzu sehr stören. Denn die Essenz ist und bleibt Black Metal schwedischer Gangart, der an Bands wie WATAIN oder die Belgier ENTHRONED erinnert.

Selbstredend können und wollen UNLIGHT auch ultraschnell und genau damit geht es los: „Six Dark Suns“ lässt Blastbeats regnen und Riff-Attacken wie Blitze in Dreizackform zucken. Angenehmer Start, der die melodische Seite von „The Katalyst Of The Katharsis“ zwar andeutet, aber noch im Zaum hält. Entfesselt wird sie schon eine Nummer später mit tadellosem Black-Metal-Riffing, das den Titelsong einleitet, zunächst durch etwas Ride-Geklimper begleitet und schließlich von ordentlichem Geknüppel vorangetrieben wird.

Die schon angesprochene Variation erreichen UNLIGHT zum einen durch gut gesetzte Tempowechsel, zum anderen durch klassische Elemente wie die Soloarbeit in „The Seven Libations“ und den kreativen Anlauf von „Antipole Divinity“, der auch der Auftakt zu einem Heavy-Metal-Song sein könnte und einen auf Thrash und Death Metal fokussierten Track abseits des Schwarzmetalls einläutet. Mit „Staub und Asch“ findet sich auch ein deutschsprachiges Lied, das sich überwiegend in Midtempo bewegt, so einige episch angelegte Farbtupfer bereithält und an HELRUNAR denken lässt. Zwar fehlt ein Übersong wie „Sulphurblooded“ vom gleichnamigen Vorgänger (2010), doch insgesamt liefern UNLIGHT mit „The Katalyst Of The Katharsis“ ein berauschend vielfältiges und bemerkenswert durchdachtes Werk ab.

24.04.2014

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