Vetus Obscurum - Blood Revelations

Review

Eine kleine Wiederauferstehung stellt das Debüt „Blood Revelations“ des amerikanischen Dreigespanns VETUS OBSCURUM dar. Schließlich handelt es sich bei dem ursprünglich als Soloprojekt gegründeten Unterfangen um das reaktivierte Vorläufermodell der gar nicht sooo unbekannten KROHM aus den Vereinigten Staaten. Vorliegende Platte birgt ferner im Prinzip, zumindest laut Eigenaussage des Protagonisten Numinas, Ausschussware nicht verwendeter KROHM-Ideen. Wem also bereits das Hauptaugenmerk des guten Mannes, wie beispielsweise mir, eher weniger zusagt könnte im Vorfeld auf die dumme Idee kommen hier alles Andere als das ordentliche Stück Musik aufgetischt zu bekommen, um das es sich de facto handelt.

Denn im Gegensatz zu den eher verworrenen, bedächtigen Tönen KROHMs legt VETUS OBSCURUM eine wesentlich kompromisslosere Marschrichtung an den Tag. Black Metal der alten Schule steht auf der Speisekarte, oftmals dissonant anmutend und in typischer „alte-DARKTHRONE“-Manier voranpreschend. Zwar erinnern die Amis in ihren glänzenden Momenten eher an selige alte DEATHSPELL OMEGA-Tage (dies gilt im übrigen auch für den rohen Charme der Produktion), schaffen es im Gegenzug allerdings oftmals genauso authentisch an die Obskurität früher skandinavischer Werke ranzukommen. Eine kleine Ausnahme stellt vielleicht zu Teilen noch der Vierte und letzte Track wieder: Hier finden VETUS OBSCURUM gegen Ende den Weg zu ruhigen, atmosphärischen Klängen und erinnern mich dabei ungemein an das Debüt eines seinerzeit blutjungen Niklas Kvarforth.

Inwieweit es allerdings wirklich Not tat gleich zwei Vokalisten als Neo-Bandmitglieder ins Boot zu holen ist mir schleierhaft. Ohne Lesen des Promotextes wäre mir nie im Leben aufgefallen, dass der tiefe, krächzige Gesang von zwei verschiedenen Personen stammt. Ferner stellt sich mit Sicherheit die Frage inwieweit man bei einer Spielzeit von 23 Minuten eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen kann. Klar, zwar ist die musikalische Seite alles Andere als rein durchschnittliche Black-Metal-Kost. Wem allerdings die omnipräsenten Bandvergleiche im Review aufgefallen sind kann sich vorstellen, dass es auch für VETUS OBSCURUM noch ein paar mehr Schritte bedarf auf ganzer Linie zu überzeugen. Der Grundstein ist jedenfalls gelegt, wenn auch biographisch verdammt spät…

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27.10.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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