Wolfheart - Wolves Of Karelia

Review

Soundcheck April 2020# 6 Galerie mit 20 Bildern: Wolfheart - Full Force 2019

Seit ihrer Gründung 2013 sind WOLFHEART für einen stetigen Output an neuem Material bekannt, und können 2020 mit „Wolves Of Karelia“ einen Haken hinter ihr fünftes Studioalbum machen. Fronter und Schreiber Tuomas Saukkonen, zweifelsohne getrieben von einem unendlichen Schaffensdrang, führt mit den acht neuen Tracks einen Weg fort, den er 2017 mit „Tyhjyys“ begann und bereits 2018 mit „Constellation Of The Black Light“ weiter beschritt. Es ist der Weg der Extreme, aus denen sich die Musik von WOLFHEART zusammensetzt.

Die Dichotomie von stürmischem Geprügel auf der einen, und doomigen, durch Streichereinsatz erhaben klingenden Passagen auf der anderen Seite, ist zu einer Visitenkarte der selbst ernannten Winter Metaller geworden. Die Heimatverbundenheit der Finnen drückt sich hier nicht nur musikalisch in der nordischen Melancholie aus, sondern auch im Titel „Wolves Of Karelia“, der die Wildheit dieses pittoresken Teils ihres Heimatlandes treffend beschreibt.

WOLFHEART kommen nicht vom Weg ab

Der Opener „Hail Of Steel“, der bereits mit einem Video bedacht wurde, entfernt sich stilistisch nicht weit vom letzten WOLFHEART-Album „Constellation Of The Black Light“ und hätte genauso gut darauf seinen Platz finden können. Der langsame Aufbau mit einer für die Band sehr typischen Melodie, der in nicht weniger vertraut klingendes Geballer mündet, lässt so bereits zu Anfang keinen Zweifel daran aufkommen, dass auch „Wolves Of Karelia“ ein sehr repräsentatives WOLFHEART-Album sein wird. Auch „Horizon On Fire“ ändert hieran nicht viel. Im weiteren Verlauf von für die Band neuartigen Elementen oder gar Stilbrüchen zu sprechen, wäre maßlos übertrieben, doch einige Kleinigkeiten, die von Weiterentwicklung zeugen, findet der aufmerksame Hörer dann doch.

Streicher sind über die letzten Jahre zwar schon zu einem festen Stilelement von WOLFHEART geworden, ihr Einsatz hat sich auf „Wolves Of Karelia“ aber nochmals verstärkt. Sie lassen die Stücke stellenweise noch etwas epischer klingen als bisher („Born From Fire“, „Arrows Of Chaos“) und führen in „Reaper“ und „The Hammer“ sogar zu kurzen, sehr überraschenden DIMMU BORGIR-Assoziationen. Anderenorts wirken sie allerdings wie Beiwerk, das die übrigen Instrumente nicht unbedingt ideal ergänzt und auf das gut und gerne hätte verzichtet werden können. Zudem irritiert der oft etwas zu künstliche Klang mitunter. Die Streicher entpuppen sich auf diesem Album also als ein eher zweischneidiges Schwert.

„Wolves Of Karelia“ gehört in die Sammlung

Mit ruhigen, von Akustikklängen getragenen Passagen, dem Instrumentalstück „Eye Of The Storm“ und den beiden Hörtipps „Born From Fire“ und „Arrows Of Chaos“ bieten WOLFHEART auf „Wolves Of Karelia“ viele Momente, die aufhorchen lassen. Oft gehen sie aber auch auf Nummer sicher und wiederholen sich in doch nicht unerheblichem Maße selbst. Das ist bei der abgelieferten Qualität verzeihbar, ändert aber nichts daran, dass frühere Alben in der Phase der Stilfindung um einiges frischer und origineller klangen. Die großen Momente, die die beiden Vorgänger hatten, fehlen diesem Neuling zudem etwas. Ihr Pulver haben WOLFHEART jedoch keinesfalls verschossen, und auch der neue Langspieler gehört in die Sammlung jedes Fans des nordischen Todesmetalls.

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05.04.2020

headbanging herbivore with a camera

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Wolves Of Karelia' von Wolfheart mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Wolves Of Karelia" gefällt.

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