Svartsyn - In Death

Review

Drei Jahre war es still um den mehr oder weniger geheimnisvollen Schweden hinter SVARTSYN. Letztes Lebenszeichen bis dato war die 2014er-EP “Nightmarish Sleep”, ein Jahr davor gab es noch das Album “Black Testament” zu hören. 2017 meldet sich Alleinunterhalter Ornias nun mit “In Death” zurück, seinem insgesamt neunten Full-Length-Album in 24 Jahren Bandgeschichte, auf dem er, wie auf den beiden genannten letzten Veröffentlichungen, lediglich durch FRACTURED INSANITY- und DARKEST MIND-Drummer Hammerman unterstützt wird. Und wie es so oft mit Ein-Mann-Projekten ist: Entweder man hat das Zeug (wie zum Beispiel Shamaatae, Kopf des einmaligen SVARTSYN-Splitpartners ARCKANUM), oder man hat es eben nicht oder nicht richtig.

SVARTSYNs zweifelhafter Kultstatus

SVARTSYN bzw. Ornias gehörte schon immer eher in letztere Kategorie, denn wirklich legendäre Alben sind mit Ausnahme weniger Ausschläge nach oben in der langen Bandgeschichte nie dabei gewesen. Schon klar, in der Undergroundszene hat das erste Album, “The True Legend” von 1998, irgendwo Kultstatus, aber auch damals war SVARTSYN eben schon mehr eine Randnotiz in der skandinavischen Black-Metal-Geschichte. Ob die Band je zu ihrer heutigen Größe gekommen wäre, hätte es da 2004 nicht die ziemlich ordentliche “Kaos Svarta Mar / Skinning The Lambs”-Split mit dem quantitativ wie qualitativ viel größeren Landsmann von ARCKANUM gegeben, ist fraglich.

“In Death” fügt sich nahtlos in die SVARTSYN-Diskografie ein

Und so fügt sich auch “In Death”, das neue Album, nahtlos in die SVARTSYN-Diskografie ein. Will heißen, auch “In Death” ist ein Album, das irgendwo seine Momente hat, aber viel zu inspirationslos und fernab von legendären Ideen seinen unspektakulären Old School Black Metal zelebriert. Hier und da ploppt eine Melodie auf, die was kann – das abschließende Doppelpack “Black Thrones Of Death” und “Exile In Death” sei diesbezüglich als brauchbar genannt -, hier und dort ein atmosphärisch einigermaßen finsterer Part wie im schleppenden “Dark Prophet”. Aber ansonsten hat SVARTSYN wenig zu bieten, was den geneigten Black-Metal-Hörer anno 2017 noch aus den Latschen haut, nahezu alles hat man irgendwo schon mal besser oder packender gehört. Oder auch gar nicht gehört, weil Black-Metal-Bands, die etwas auf sich halten, solche lahmarschigen Mainriffs wie das von “With Death” spätestens 1994 aus ihrem Repertoire gestrichen haben.

Nette Momente, aber insgesamt irrelevant

“In Death” ist also mal wieder ein SVARTSYN-Album von der Stange, unter dem, wie so oft unter SVARTSYN-Alben, steht: Nette Momente sind dabei, aber weitestgehend ists irrelevant. Natürlich bedeutet “nichts Neues” im Black-Metal-Kontext nicht mal ansatzweise “schlecht”, und natürlich gilt selbiges für “einfach”. Aber das Wörtchen “effektiv” muss auch bei Old School Black Metal irgendwo dabeistehen, und “effektiv” verfehlt Mr. Ornias einmal mehr um Längen. Zumindest wird “In Death” wohl niemanden aufhorchen lassen, der in den letzten 20 Jahren von Black Metal mehr mitbekommen hat als GORGOROTH, TAAKE, IMMORTAL und Konsorten. Gähn!

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15.06.2017

Textchef.

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