Blood Red Throne
Interview zu "Union Of Flesh And Machine"

Interview

Mit „Union Of Flesh And Machine“ haben BLOOD RED THRONE ein mächtiges Werk brutalen Death Metals auf die Welt losgelassen. Damit haben die Norweger gezeigt, dass sie die Stange des Genres weiterhin emporhalten und gegen die Konkurrenz anstinken wollen. Wir befragten die Band zum Album und ihrer Fähigkeit, trotz Brutalität nicht flach zu klingen.

Hallo BLOOD RED THRONE. Euer Album „Union Of Flesh And Machine“ wütet seit Juli in den Plattenläden. Woher kommt der Titel? Ist das tatsächlich „nur“ eine brutale Umschreibung von Cyborg oder steckt da mehr dahinter?

Die Texte des Albums stammen von unserem Produzenten. Und einige befassen sich mit der Dualität zwischen Menschheit und Technologie. Haben wir diesbezüglich überhaupt noch die Kontrolle darüber, wohin uns das führt? Sind Maschinen ein guter oder schlechter Ersatz für die Menschheit? Im Grunde befasst sich das Album also mit all dem Unheil, das der Mensch mit den Maschinen auf der Erde verursacht.

Wie kreiert man Musik, die einerseits brutal ist, andererseits aber auch über reichlich Tiefe verfügt? Hat das was mit Erfahrung zu tun, mit Hingabe, mit beidem? Oder ist da was anderes?

Nun, wir mögen alles von Rock bis Extreme Metal und möchten, dass unsere Musik verschiedene Elemente enthält. Dadurch klingen die Songs am Ende nun mal so, wie sie klingen. Das ist alles natürlich. Wir erzwingen nichts und denken, dass die Musik von Album zu Album besser geworden ist. Hell yeah!

Ihr werdet ja gelegentlich danach gefragt, wie ihr zu den Vergleichen mit OBITUARY steht. Denkt ihr, dass diese noch zeitgemäß sind? Oder habt ihr die Vergleiche satt?

Jeder Death-Metal-Fan sollte die älteren Sachen von OBITUARY kennen und lieben. Allerdings denke ich, dass BLOOD RED THRONE nie wirklich nach OBITUARY geklungen haben. Aber sie waren definitiv eine Inspiration für uns, vor allem so um 1991/92 herum.

Euer selbstbetiteltes, letztes Album kam ja vor drei Jahren heraus. Hattet ihr die Zeit gebraucht, um an „Union Of Flesh And Machine“ oder wart ihr anderweitig beschäftigt?

Nein. Vor etwas über zwei Jahren hatten wir die Gitarren für „Union Of Flesh And Machine“ aufgenommen. Es sollte auch eigentlich schon 2015 erscheinen, aber durch den Sänger- und Labelwechsel verschob sich das Ganze auf 2016. Unabhängig davon spielen wir hier und da live und schreiben ständig an neuem Material. Wir arbeiten also praktisch ständig.

Mich hat vor allem die großartige Produktion beeindruckt. Wer war dafür verantwortlich? Und wie lang hat das Mixing und Mastering gedauert?

Der selbe Kerl, der schon den Vorgänger veredelt hat: Martin Skar Berger. Er ist einfach der Größte, und wir waren uns diesmal in puncto Produktion einig. Wir hatten natürlich einen regen E-Mail-Austausch bezüglich des Mixes, aber da ging es eigentlich nur um kleinere Details. Durch die Verzögerung der Gesangsaufnahmen hatten wir reichlich Zeit, um uns mit dem Sound zu befassen und einig zu werden.

Ich stelle mir vor, dass ihr nahezu jede Bühne, die ihr entert, auseinander nehmt. Wird man euch in absehbarer Zeit auch in Deutschland sehen können?

Immer. Wir hauen die Stage immer in kleine Stücke und geben den Fans, was sie wollen. Nächstes Jahr werden wir auf Europatour gehen und dabei natürlich auch in Deutschland haltmachen. Metal Country Nr. 1!

Eure Lieblingsalben von diesem Jahr?

Wir haben uns noch nicht so viele Alben dieses Jahr angehört, aber unsere norwegischen Freunde WYRUZ spielen ihren Thrash Metal wie kaum ein anderer. Checkt die mal aus.

Dann bedanke ich mich für das Interview. Die letzten Worte gehören wie immer euch.

Ja, Prost an unsere deutschen Fans! Wir sind bald auch in der Bar eures Vertrauens und nehmen diese auseinander. Support great Death Metal!

28.09.2016

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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