Northern Plague
Interview zu "Manifesto"

Interview

Northern Plague

Mit ihrem Debütalbum „Manifesto“ gehen die 2009 gegründeten Polen gleich in die Vollen! Das Werk ist ein beeindruckendes Schlachtfest von drückendem, vernichtendem Death Metal mit Black-Metal-Schlagseite, in der Schnittmenge von VADER und BEHEMOTH. Wir stellen vor – NORTHERN PLAGUE!

Northern Plague

Wie sind die bisherigen Reaktionen zu eurem neuen Album  „Manifesto“?

Das Feedback für unser neues Album ist der Wahnsinn! Wir haben viele positive Reviews von verschiedenen Teilen der Welt bekommen, einige Bestellungen für die CD und viele Hörer auf Spotify/Deezer. Das ist eine sehr verblüffende Situation für eine Band wie NORTHERN PLAGUE. Ich hoffe, dass das erst der Anfang ist, und kann die anstehenden Tourneen kaum abwarten.

Wie kamt ihr auf den Titel „Manifesto“ für das neue Album?

Der Name des Albums war ein Problem für uns. Wir hatten viele Ideen, manchmal wirklich verrückte Ideen. Aber einmal, während ich von einer unserer Proben nach Hause lief, fühlte ich, dass ich etwas Besonderes hatte, das es der richtige Titel wäre. Am nächsten Tag traf ich meine Bandkollegen und sagte ihnen „Manifesto“! Stark, einfach, stellvertretend. Es hat alles, was wir benötigen. In diesem Titel findest du unseren Stolz und den wahren Willen des Ausdrucks.

Ist es eine Art Konzeptalbum? Wovon handeln die Texte?

Ja, „Manifesto“ ist ein Konzeptalbum. Speziell in der Sphäre der Musik, wo wir versuchten, in jedem Song unseren Stil beizubehalten, ich hoffe, man kann das hören. Jede Aufnahme auf diesem Album ist verschieden in Atmosphäre, Riffs, Stil, Tempo, aber enthält zugleich Charakteristik und melodische Themen. Vielfältigkeit ist definitiv ein starker Punkt auf diesem Album. In den Texten kannst du Verse voller Ironie finden, über Krieg, Texte basieren auf antiker Mythologie und sehr privater Glorifizierung und Erniedrigung des Lebens. 

Was kannst du uns über die Aufnahmen von „Manifesto“ berichten?

Für die Aufnahmen verbrachten wir einen Monat im Studio. Wir wollten den vollen Komfort und viel Zeit haben. Das war eine weitere tolle Erfahrung in unserem Leben. Im Sound Division Studio hatten wir viel professionelles, High-End Equipment zu Verfügung, und genügend Zeit, alle Verstärker und Gitarren auszuprobieren, haha. Wie du sicherlich weißt mag ich wirklich einen amtlichen Sound bei Aufnahmen, also verbrachten wir einige lange Tage damit, nach der richtigen Zusammenstellung an Mikrofonen und Effekten zu schauen. Man kann das Endresultat auf „Manifesto“ hören. Ein sehr kraftvoller, massiver Sound. Ich mag das sehr. 

Ihr habt mit dem Produzenten Arkadiusz „Malta“ Malczewski zusammengearbeitet, der auch schon mit BEHEMOTH und DECAPITATED aufgenommen hat. Weshalb fiel eure Wahl auf ihn?

Wir wollten von Anfang an mit Malta arbeiten. Er ist ein sehr erfahrener, vertraue mir, wirklich sehr erfahrener Tontechniker, und ohne seine Hilfe wäre das Album komplett anders ausgefallen. Er hatte während der Aufnahmen viele Ideen und half uns mit den Arrangements im Studio. Arek Malczewski fühlt diese Musik komplett und weiß, wie er sie mischen muss, um einen modernen aber zugleich etwas dreckigen Sound zu erreichen. Ich mag sehr das Schlagzeug auf „Manifesto“, Bassdrum, Snare und die Toms, alles klingt organisch und kraftvoll. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten werden.

In welchem Zeitraum habt ihr die Songs für „Manifesto“ geschrieben? Und wie läuft das bei euch überhaupt mit dem Songwriting ab?

Das dauerte ca. 2 Jahre. Wir fingen nach der Veröffentlichung von „Blizzard Of The North“ an, und einige Monate vor den Aufnahmen hatten wir 11 bis 12 verschiedene Kompositionen. Nach einer strengen Auswahl haben wir 8 Songs ausgesucht, und nun kann man alles auf „Manifesto“ hören.

Die Erschaffung der Songs war schwierig aber sehr befriedigend. Wir trafen uns zu langen Proben und jammten viele Male. Manchmal hatte jemand von uns ein nettes Riff oder eine Idee und wir arbeiten daran zusammen. Die ganzen Arrangements wurden von der gesamten Band gemacht, nicht nur von einer Person. Das ist unsere Musik, und uns bedeutet Fen, Janus, Damyen und Ghorakh.

Worin siehst du selbst die Unterschiede zwischen eurem neuen Album und „Blizzard Of The North“?

„Manifesto“ ist für uns auf einem komplett anderen Level an musikalischer Reife. Es sind da komplett andere Riffs, Arrangements, Ideen, der Gesang unterscheidet sich vom Stil, wir haben einen neuen Schlagzeuger. Während der beiden Jahre zwischen der ersten Veröffentlichung und dem neuen Album haben wir viele Konzerte gespielt, sahen viel erfahrene Bands. Unterschiede gibt es überall. Aber um das klar zu stellen, das bedeutet nicht dass „Blizzard Of The North“ wertlos wäre. Ich mag die Songs von dieser EP wirklich, aber das ist eine andere Periode in der Geschichte der Band. „Blizzard Of The North“ ist unser Ursprung, während das neue Album unser Manifest ist. 

Wo wir gerade bei der Geschichte der Band sind, springen wir mal zurück in der Zeit. Wie habt ihr eigentlich mit NORTHERN PLAGUE begonnen? Wie verlief euer Weg zum jetzt?

Wir fingen vor 5 Jahren als sehr junge Kerle mit Gitarren und einfachen Ideen an. Wir wollten wirklich spielen! Vieles ist seit diesen Tagen passiert. Wir haben zwei Veröffentlichungen aufgenommen, spielten viele Konzerte, machten einige Fehler – machen wir nicht alle welche? Und erreichten viele Ziele. Ich bin darauf wirklich stolz, da wir mit nichts anfingen, aber ich weiß, dass wir noch viel zu lernen haben.

Welche Einflüsse, musikalisch als auch vielleicht andere auch, habt ihr?

Unsere Musik ist Death Metal mit Black-Metal-Einflüssen. Wir sind keine Black-Metal-Band und das meine ich auch so. Wenn du mcih nach meine musikalischen Einflüssen fragst, sind da einige Bands auf meinem Player. GOJIRA, VADER, ANAAL NATHRAKH, NINE INCH NAILS und zuletzt BEHEMOTH. Während ich an den Texten arbeite, lese ich manchmal Bücher über antike Mythologie oder Geschichte.

Wie lief die „Baptizing Europe In Blood“ Tour?

Es war eine gute Tournee mit den brasilianischen Teufeln von UNEARTHLY. Viele gute Erinnerungen und nette Konzerte. Ich hoffe, wir treffen uns wieder auf einer weiteren Tour. Ihr solltet ihr aktuelles Album „Flagellum Dei“ anhören.

Was habt ihr in nächster Zeit mit NORTHERN PLAGUE geplant?

Nun, während der Promotion von „Manifesto“ denke über kommende Touren. In Kürze werden wir eine Tournee durch Polen bekanntgeben, und etwas Besonderes und Unerwartetes in östlichen Ländern. Es wird auch in Zukunft einen Videoclip von uns geben, also bleibt aufmerksam und folgt unserer Internetseite und Social Media.

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören dir!

Metal Deutschland – Vielen Dank für eure Unterstützung! Es war ein Vergnügen, die Fragen zu beantworten. Metalheads – wenn ihr wollt, hört euch „Manifesto“ an. Textet NORTHERN PLAGUE, findet uns auf Streaming Seiten wie Spotify. Ich hoffe, wir treffen uns auf Konzerten in der nahen Zukunft. Verbreitet die Plage und danke für alles!

11.02.2014

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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