Ram
Sich selbst treu bleiben und die Fackel des Old-School-Sounds tragen!

Interview

RAM haben es wieder getan! Mit „The Throne Within“ halten sie ein weiteres Mal die Fahne des traditionellen Heavy Metals hoch und veröffentlichen ein weiteres mitreißendes Album auf hohem Niveau, mit viel Charme, Spielfreude und Biss. Wir führten das Interview dazu mit Gitarrist Harry Granroth.

RAM Bandlogo

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Im Moment scheint bei euch richtig viel los zu sein. Ihr hab gerade euer neues Album „The Throne Within“ veröffentlicht, zusammen mit einigen Videos, dazu Promotion für das Album und Tourneen. Wie fühlst du dich?

Ja, wir waren das ganze Jahr über mit den Aufnahmen zum Album, den Sommerfestivals und Dreharbeiten für die Videos sowie in letzter Zeit auch mit Touren beschäftigt. Wir haben noch eine Show in unserer Heimatstadt, um die Tour zu beenden. Natürlich viel Arbeit, aber es fühlt sich großartig an.

Ihr habt gerade die Tour mit VULTURE und INDIAN NIGHTMARE beendet. Wie war es? Was kannst du uns von diesem Trip erzählen?

Es war wirklich gut und alle verstanden sich gut und ich denke, das war eine gute Tour-Konstellation mit drei Bands die jeweils ihre Art von Metal spielen und sich zwar voneinander unterscheiden, das aber nicht zu viel. Das Publikum konnte also wirklich jedes Mal eine Nacht mit drei guten und ähnlich gearteten Bands genießen. Was RAM anbelangt sind wir zu einigen Orten oder Städten zurückgekehrt, die wir zuvor gespielt haben, aber auch zu neuen Gebieten wie Krakau in Polen, wo wir zum ersten Mal waren.

Das neue Album heißt „The Throne Within“. Was bedeutet der Titel und gibt es eine Verbindung zu den Texten? Gibt es ein Konzept oder ein Hauptthema in den Texten?

Die Idee des inneren Thrones lässt sich am besten in den Texten des Songs „Shadowwork“ beschreiben. Es ist ein Thema, das sich mit spiritueller Entwicklung und spirituellen Praktiken befasst. Der Thron im Innern – „The Throne Within“, ist der Platz, auf welchem derjenige sitzt, der sich selbst erobert hat.

Hast du einen Lieblingssong auf „The Throne Within“? Einen Song, der deine Vision für dieses Album verwirklicht hat? Auf welche dieser Songs freust du dich am meisten darauf, sie Live zu spielen?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich sagen kann, dass es diesen einen Song gibt, der diese Vision verwirklicht hat. Für uns geht es immer um das Album im Gesamten und wir denken im Vinyl-Format, Seite A und Seite B. Von den Tracks, die wir Live gespielt haben, habe ich alle genossen, aber insbesondere waren es „The Trap“, „Ravnfell“ und „Blades Of Betrayal“. Ich hoffe, wir können in Zukunft noch weitere neue Songs unserem Live-Set hinzufügen.

„Blades Of Betrayal“ ist eines der neuen Videos. Welche Geschichte / Bedeutung steckt dahinter? Warum hattet ihr diesen Song für das Video ausgewählt?

Die Geschichte im Video hat nichts mit den tatsächlichen Texten zu tun. Das Video ist ein Versuch, RAM in einem Live-Moment festzuhalten, aber es enthält eine kleine Geschichte mit diesem Musikjournalist und seinen Erlebnissen. Die eigentlichen Texte handelt von einem großen Verrat von einer Person, die wir für unseren Freund hielten.

Für mich ist das neue Album eine gute Zusammenfassung dessen, wofür RAM steht. Es enthält eure typischen Markenzeichen mit von der NWOBHM beeinflusstem Heavy Metal. Old School natürlich, ein bisschen melodischer und abwechslungsreicher als „Rod“. Wie beurteilst du selbst „The Throne Within“?

Ich denke, wir haben ein sehr starkes Album aufgenommen und es wird auch gut rezensiert. Die neuen Songs, die wir Live gespielt haben, funktionieren gut, so dass das Publikum anscheinend auch glücklich ist. Wir machen das, was wir immer machen, manchmal ist das Ergebnis. Oder vielleicht passen die Songs eines Albums manchmal besser zusammen. „Rod“ ist unserer Meinung nach auch ein starkes Album, aber man kann sie nicht alle gewinnen haha!

Habt ihr etwas an der Art und Weise, wie ihr Songs schreibt, geändert? Wie würdest du euer Songwriting beschreiben? Und wie siehst du die musikalische Entwicklung von RAM?

Nicht wirklich, würde ich sagen. Vielleicht sind wir besser darin geworden, schneller das gewünschte Ergebnis zu erzielen, aber wir machen die Dinge überhaupt nicht anders. Wir haben eine Arbeitsweise gefunden, die zu uns passt. Unsere musikalischen Ideen waren vom ersten Tag an dieselben und damit meine ich, welche Art von Riffs, Akkorden und Melodien wir mögen, um einen Song zu kreieren. Der lyrische Inhalt ist auch etwas, das mehr oder weniger von Anfang an da gewesen ist.

Für „Ravnfell“ hattet ihr Gastgesang von Alan Averill von PRIMORDIAL. Wie ist diese Idee entstanden?

Wir wurden letztes Jahr zu PRIMORDIAL‘s Redemtion Festival eingeladen und nach der Show kam Alan Backstage, um mit uns zu reden. Wir unterhielten uns lange und lernten ihn gut kennen. Als PRIMORDIAL eine Show in Göteborg spielten war es einfach, ihn in unser Studio zu bringen, um den Gesang aufzunehmen.

Ihr könnt inzwischen auf 20 Jahre RAM zurückblicken, herzlichen Glückwunsch! Wie fühlt es sich an? Was waren die Höhen, was die Tiefen in dieser Zeit? Wie hat sich euer Leben verändert?

Vielen Dank! Es fühlt sich wirklich gut an. Ich bin mir sicher, dass dies je nachdem, wen du fragst, variieren würde, aber Höhepunkte waren auf jeden Fall die erste Veröffentlichung, auch wenn sie nur im Underground veröffentlicht wurde. Auch einige großartige Shows, die wir für ACCEPT und U.D.O. eröffnet hatten, der Plattenvertrag mit Metalblade Records sowie Alben wie „Svbversvm“ und jetzt „The Throne Within“, Touren allgemein. Der ultimative Tiefpunkt war, als wir von einer Person abgezockt wurden, die wir für unseren Freund hielten. Aber das Leben geht weiter, unser persönliches Leben hat sich wahrscheinlich verändert, aber nicht viel. Das Leben von RAM geht weiter.

In der weltweiten Metal-Szene ist ein deutlicher Anstieg an modernem Metal zu verzeichnen. Mit eurer Band RAM hattet ihr angefangen, als die erste Wiederbelebungswelle des traditionellen Metals begann. Glaubst du, dass sich die Aufmerksamkeit vieler Metalheads langsam zu neu aufkommenden Subgenres abseits des traditionellen Metals verlagert?

Nein, nicht wirklich. RAM wächst die ganze Zeit über und wird immer größer, sicherlich langsam vielleicht, aber stetig. Wir sind mit unseren beiden neuesten Veröffentlichungen in die Charts eingestiegen, also ist die Aufmerksamkeit definitiv da. Die alten Bands werden nicht für immer da sein, aber es gibt eine Handvoll Bands, die die Fackel für den Old-School-Sound tragen werden, der der Stil zu sein scheint, der eine große Menschenmenge in die Arenen lockt. Natürlich wird es immer diese Bands geben, die genau das spielen, was heute heiß ist, aber diese Bands werden langfristig im Wettbewerb nicht bestehen. Wenn du dir selbst gegenüber treu bleibst ist das erkennbar und das tun wir seit zwanzig Jahren. Jedenfalls mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft, wir haben Leute, die zu unseren Konzerten kommen und teilweise zwanzig Jahre alte Songs mitsingen. Ich hoffe und glaube, dass sie dies auch in Zukunft tun werden.

Was habt ihr in nächster Zukunft alles geplant?

Im Moment machen wir eine Pause, aber wir sind immer auf der Suche nach Shows. Hoffentlich machen wir bald eine kleinere Tour in Spanien oder vielleicht in Großbritannien. Wir prüfen auch die Möglichkeiten für eine Tour in Südamerika, wissen aber noch nicht, wann dies geschehen wird. Wir werden uns auch mit Sommerfestivals für 2020 befassen.

Galerie mit 20 Bildern: RAM auf dem Delta Metal Meeting 2019
21.10.2019

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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