Subway To Sally
Interview mit Sänger Eric Fish zu "Nord Nord Ost"

Interview

Mit der Ruhe ist es bei dem deutschen Mittelalter/Metal/Rock Urgestein Subway to Sally nun mal wieder vorbei: Am 29ten August kommt im pünktlichen zwei Jahres Abstand das neue, bereits jetzt schon völlig zurecht von der Presse umfeierte Werk ‚Nord Nord Ost‘ auf den Markt, danach folgt eine gewohnt umfangreiche mehrmonatige Tour, und zwischendrin schlagen die Trommeln für jede Menge Release Partys und Interviews. Sänger Eric Fish beantwortete uns dennoch die wichtigsten Fakten zum Album, dem Label und allem was sonst noch zur Debatte stand.

Subway To Sally

Hallo nach Norddeutschland! Das neue Album erscheint Ende August – wie ist die Erwartungshaltung?

Aus der Überzeugung heraus, ein wirklich großes Album geschaffen zu haben, sehr hoch. Wir glauben, dass sich der Magie dieser Platte nur wenige werden entziehen können.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen den Sprung vom wütenden Engelskrieger zum introvertiert-kühlen Nord Nord Ost zu machen?

Einspruch! Es ist weder kühl noch introvertiert! Es erzählt von flammenden und auch von eiskalten Gefühlen und gibt sehr viel von unserer Gefühlswelt preis.

War beim neuen Album wieder das alte Gespann Hampf/Bodenski für die klasse Kompositionen verantwortlich?

Im Prinzip ja, ist ja auch ein großartiges Gespann. Allerdings bin ich stolz, dass auch drei Kompositionen von mir den Sprung geschafft haben.

Ihr habt seit langer Zeit mal wieder ein Intro auf dem Album drauf. Welche Kriterien muss für euch eine Einleitung erfüllen um wirklich sinnvoll zu sein? Und wie kam es zu diesem relativ deutlichen Bezug zu Weihnachten?

Weihnachten hat etwas sehr sinnliches, gefühlvolles. So ist dieses Intro im Grunde ein Wegweiser zu uns und genau das sollte ein Intro sein.

Was war zuerst: Die quasi-Mittelalternummer ‚Jericho‘ oder ‚Das Rätsel 2‘?

Es waren erst zwei völlig verschiedene Nummern. Das eine von Ingo, das andere von mir.

Gab es eigentlich Überlegungen, das Album aufgrund der kalten Grundatmosphäre nicht besser im Winter als im Sommer zu veröffentlichen?

So war der Plan, aber der konnte nicht gehalten werden. Noch länger warten lassen, wollten wir niemanden.

Ihr habt es in den letzten Jahren immer mehr geschafft, euren Status als beste Mittelalter-Metalband Deutschlands zu etablieren und liefert während sich Kollegen wie die Letzte Instanz halb auflösen, oder In Extremo stagnieren konstant Alben auf höchstem Niveau, die immer irgendeine neue Richtung ausloten. Was unterscheidet eure Art zu komponieren mit der anderer Bands?

Unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten, auch die glückliche Bündelung von Charakteren in dieser Band, die ich nur sehr glücklich nennen kann.

Wofür steht die ’74‘ in Lacrimae ’74? Trauert man um das Todesjahr von Jazzlegende Duke Ellington? 😉

Vorerst kein Kommentar.

Wie kam es dazu dass ihr nun bei Nuclear Blast spielt?

Vielleicht weil wir bei all den Major Labels nie richtig glücklich wurden? Es ist nun mal so, verkaufst Du kene 150 000 Platten, bist Du beim Major im besten Falle ein Durchlaufposten. Blast gibt uns schon seit Jahren das Gefühl, mit uns aus Überzeugung arbeiten zu wollen, und die bisherige Zusammenarbeit ist grandios!

Der Vertrieb gibt im Promoschreiben an ‚die einzige noch wachsende Plattenfirma Deutschlands‘ zu sein – ist die Lage unter Labels wirklich so angespannt?

Ja.

Wer hatte die Idee für die Zusammenarbeit mit dem Filmorchester Babelsberg?

Ein uralter Wunsch ging hier für uns in Erfüllung – mit einem richtigen Orchester aufzunehmen, ohne das die Platte gleich „SUBWAY und Orchester“ heißt. Dass es das Filmorchester wurde liegt einfach an den vielen Bekanntschaften, die wir in Potsdam/Babelsberg zwangsläufig haben. Letztendlich ausgearbeitet und arrangiert hat die Partitur Ingo selbst, in Zusammenarbeit mit dem Orchesterarrangeur.

Wo bekommt ihr eigentlich die Motivation her ständig irgendwo auf Tour zu sein? Denkt ihr euch nicht manchmal: „Ach, jetzt müssen wir schon zum 1000sten Mal ‚Julia und die Räuber‘ spielen?“

Es ist so geil, vor diesen Fans auf der Bühne zu stehen. Selbst wenn ein solches Gefühl einmal aufkommen sollte, ist dies schnell vergessen, wenn die Amps losdröhnen und das Publikum schreit. Das ist Leben!!!

Was ist das eigentlich für eine 2seitige Bassgitarre, die Simon immer auf Konzerten spielt?

Eine Eigenkreation, basierend auf dem mittelalterlichen Trumscheidt, auf elektrisch gemünzt.

Und wo habt ihr die tollen Flammenwerfer herbekommen mit denen ihr immer die Bühne abfackelt?

Für uns baut Thomas Christmann, der sehr viele Ideen hat und bei uns das Feld findet, diese Ideen umzusetzten.

Nach welchen Kriterien werden eigentlich die Vorbands für die Tour ausgesucht? Die Gothic Rocker von Lacrimas Profundere zum Beispiel gingen ja trotz erstklassiger Performance hoffnungslos bei den Fans unter.

Man kennt sich, mag sich, mag auch im Gros die Musik und sagt halt: „OK, probieren wirs!“ Es gab noch nicht viele Vorbands die abgefeiert wurden.

Mal was anderes: Wie bewertet ihr als ehemalige DDRler die momentane politische Lage um Angela Merkel und den Zusammenschluss von PDS und WASG?

Es kann nicht um Merkel und (oder vs.) PDS/WASG gehen sondern nur um die Beurteilung der allgemeinen katastrophalen Lage in diesem Land, auch dieser Welt. Wo liegen die Ursachen ist die Frage!?

Zu guter letzt: Gibt es schon Pläne für das neue Album?

Etwas verfrüht die Frage, was?! Nord Nord Ost erscheint erst nächste Woche.

Okay, dann danke für das Interview, man sieht sich auf der Tour!

Fotos: Ronny Marzok

Galerie mit 26 Bildern: Subway To Sally - Hey Tour 2019 in Frankfurt/Main
23.08.2005

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