Anneke van Giersbergen
European Tour 2013

Konzertbericht

Billing: Anneke van Giersbergen
Konzert vom 17.10.2013 | Underground / Zentrum Altenberg, Köln / Oberhausen

Mit ihrem neuen, sehr starken Album „Drive“ im Gepäck, geht Anneke van Giersbergen samt Band auf große Europa-Tour, welche u.a. die Städte Oberhausen, Köln und London umfasst. Seit ihrer Zeit bei THE GATHERING, haben viele ihrer damaligen Fans ihr die Stange gehalten und so einige sind dazu gekommen. Dementsprechend ernüchternd ist die Anzahl der ersten Anwesenden im Kölner Underground, zum Einlass um 19 Uhr 30. Gerade deswegen, weil im Vorprogramm auch noch Amanda Somerville (u.a. durch die Zusammenarbeit mit Michael Kiske oder AVANTASIA bekannt) samt ihrer Band TRILLIUM spielt.

Galerie mit 5 Bildern: Impressionen vom Konzert - Anneke van Giersbergen, European Tour 2013

Als kurz nach 20 Uhr Amanda Somerville Richtung Bühne stakst, ist der Konzertsaal gerade mal zu 30 Prozent gefüllt. Mit Einsatz der ersten Songs, werden allerdings mehr und mehr Leute in die Halle gezogen. Und TRILLIUM legen auch gleich deftig los. Tracks wie „Machine Gun“, „Mayday“, „Coward“ oder „Path Of The Least Resistence“ verfehlen ihre Wirkung nicht und die dralle Dame beindruckt mit ihrer voluminösen Stimme nicht nur die männlichen Zuschauer. Man merkt Amanda an, dass sie eigentlich als Vocalcoach arbeitet, denn hier sitzt jeder Ton perfekt, auch ihre klassische Gesangsausbildung schimmert ab und zu durch. Sie führt mit sehr symphatischen Ansagen durchs Set, teilweise auch in deutsch. Hinzu kommen noch die Spielereien mit den (meist) männlichen Zuschauern. Der Augenkontakt wird immer gehalten, Amanda spielt mit jedem einzelnen aus der ersten Reihe. Die Band wiederum agiert locker und cool, auch die Saitenschrubber haben sich nicht gerade gelangweilt, waren aber oft sehr auf ihre Instrumente konzentriert. Auch wenn die Reaktionen seitens des Publikums während des gut durchgerockten Konzerts eher verhalten sind: der Applaus zum Schluss des Konzerts ist allerdings weit mehr als ein Achtungsapplaus. TRILLIUM vollziehen zwar keinen Triumphzug, die Fans von Anneke van Giersbergen sind allerdings schon mal gut angeheizt.

Galerie mit 33 Bildern: Amanda Somerville's Trillium - Anneke van Giersbergen, European Tour 2013

Nach einer relativ kurzen Umbaupause von 20 Minuten ist es soweit: Anneke van Giersbergen und ihre Band geht unter lautem Jubel auf die Bühne. Mit einem breiten Grinsem im Gesicht fängt die Ausnahmesängerin ihr Set mit „You Will Never Change“ an. Apropos Grinsen: Wer Anneke schon einmal erlebt hat weiß, dass sie stets freundlich und total umgänglich ist. So auch auf der Bühne. Nach jedem einzelnen Song bedankt sie sich bei den etwa 120 Zuschauern, was ihr noch mehr Sympathiepunkte bringt. Ein Übersong aus ihrer Karriere bei THE GATHERING, „Saturnine „, lässt bei jeglichen Zuschauern das Eis brechen. Super gespielt, super gesungen. Man merkt, dass Anneke mit den Jahren mehr und mehr an Souveränität dazugewonnen hat.

Galerie mit 31 Bildern: Anneke van Giersbergen - Anneke van Giersbergen, European Tour 2013

Weiter geht es mit Gassenhauern aus ihrer Solokarriere wie „My Boy“, „1000 Miles“ oder „You Want To Be“. Auch Zeit für ein paar ruhige Stücke, die lediglich Anneke samt Akustikgitarre auf der Bühne zeigen, lässt sich finden. Die Songs „Circles“ und „Beautiful One“ bringen die Gemüter in eine Art Trancezustand und als die Band nach den Songs wieder auf die Bühne kommt, ist es erst mal sehr still, denn alle kleben an Annekes Mund und warten auf die nächste Ansage. Aber nicht nur die Sängerin weiß auf der Bühne zu gefallen. Auch ihre Gitarristen agieren locker und routiniert und Annekes Ehemann Rob Snijders (Schlagzeug) zeigt facettenreiches Können – Punk, Rock, Pop und Jazz-Elemente – alles kein Problem für den sympathischen Drummer.

Anneke van Giersbergen

Auffallend ist auch, dass die Stücke des neuen Albums „Drive“ sehr stark vertreten sind. Schon der Opener „You Will Never Change“ zeigt dies und weitere Songs wie „Treat Me Like A Lady“, „Drive“, „My Mother Said“, „She“ oder der Hit „We Live On“ belegen dies. Klasse daran ist, dass die neuen Songs auch live sehr überzeugen können und sie teilweise vom Publikum bereits mitgesungen werden können.

Leider wird mit „We Live On“ schon der Zugabenteil begonnen, der mit „Best Is Yet To Come“ endet. Allerdings beweisen Anneke und auch Amanda Somerville absolute Fannähe, denn etwa 10 Minuten nach dem Konzert stehen beide am Merchandisestand und plaudern mit den Fans und geben genügsam Autogramme. Wie lange dies noch gedauert hat, ist leider nicht übermittelt.

25.10.2013

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