Doro
DORO - 30th Anniversary Tour

Konzertbericht

Billing: Doro
Konzert vom 18.10.2013 | Jovel Music Hall, Münster

30 Bühnenjahre, über 2500 Konzerte – vorstellen muss man DORO PESCH wirklich nicht mehr. Die Metal- und Hardrock-Legende stürmt anlässlich ihres Bühnenjubiläums derzeit wieder die Bühnen und fetzt zusammen mit ihren Fans quer durch die Jahrzehnte ihrer Musikgeschichte.

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Im westfälischen Münster legt die wie immer bestgelaunte DORO heute mit „Out of Control“ los und hat das Publikum im halbwegs gefüllten Jovel sofort unter ihrer Kontrolle. Die Metal-Queen fegt so glücklich über die Bühne, sucht ständig den direkten Kontakt mit den Fans und lässt sie sogar einzelne Textzeilen selbst ins Mikro brüllen. Hier wird deutlich, dass ihr Satz „ich liebe meine Fans“ keine leere Floskel ist. Dass das keine unerwiderte Liebe ist, zeigt sich nicht nur beim lautstarken, minutenlangen Mitsingen von Überhits wie „All we are“ oder der Wackenhymne „We are the Metalheads“, sondern auch an der Rose, die sie von einem Fan aus der ersten Reihe geschenkt bekommt.

Galerie mit 43 Bildern: Doro, 30th Anniversary Tour 2013

Diese Anerkennung verdienen sich DORO und ihre Mannen mit jedem Konzert aufs Neue. Zum einen mit großer Spielfreude an allen Instrumenten, mit der sie die eingängigen Songs in die Gehörgänge trommeln. Und nach 30 Jahren ist der Backkatalog groß genug, dass man getrost von „No Fillers, just Killers“ sprechen kann. Zum anderen mit viel Action und Party auf der Bühne. DORO selbst ist als Frontfrau sowieso ständig unterwegs, von einer Ecke zur anderen, falls sie mal nicht gerade die Haare fliegen lässt oder mit einem der Gitarristen abrockt. Dazu bindet sie immer wieder das Publikum durch die Aufforderung zum Mitsingen samt dem vor die Nase gehaltenen Mikro direkt in die Performance ein. Das einzige Problem daran ist, dass sich bei so viel Aufmerksamkeit für die vorderen Reihen die hinteren Reihen vielleicht etwas vernachlässigt vorkommen könnten.

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Nachdem die Jungs sich ein paar Songs lang warmgespielt haben, kommen auch sie in Bewegung: da wird nach alter Metaltradition gepost und Gitarren hochgerissen, rumgerannt und gesprungen, und das fröhliche Grinsen wird immer breiter. Insbesondere die beiden Hünen Bas Maas an der Leadgitarre und Nick Douglas am Bass nutzen die Bewegungsfreiheit ihrer Instrumente. Neben den genretypischen Posen deuten sie gelegentlich mit ihren Zupfinstrumenten auch mal eine Klopperei an. Dass die beiden natürlich beste Kumpels sind, sieht man spätestens an den letzten Fotos in unserer Galerie.

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Das alles wirkt natürlich ansteckend auf den Rest des halbwegs gefüllten Jovels: wenn die Düsseldorferin die Faust hochreißt, lässt die Reaktion des Publikums nicht lange auf sich warten und die manchmal minutenlang ausgespielten Refrains werden lautstark mitgesungen. Auch beim gut zehnminütigen Drumsolo, bei dem der sichtbar durchtrainierte Johnny Dee die Bühne ganz für sich alleine hat, hat er keine große Mühe, das Publikum zu ständig neuem Jubel herauszufordern.

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Einzig der Sound im Jovel heute hat noch viel Spielraum nach oben, er ist ziemlich unausgewogen. Ohne die Ablenkung durch die tolle Bühnenperformance der kleinen Kämpferin und ihrer treuen Recken wäre das schon fast ein Dealbreaker. So hinterlässt der Abend nach einem halben Dutzend Zugaben schöne Erinnerungen und weckt auch selbige an all die Jahre, die DORO uns schon durch unser Leben begleitet.

Setlist: siehe Bilder-Galerie.

16.11.2013

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