Subsignal
Paraíso Tour 2014 - live in Ludwigsburg

Konzertbericht

Billing: Subsignal
Konzert vom 2014-03-06 | Rockfabrik, Ludwigsburg

 

Über die herausragende Klasse des Headliners braucht man eigentlich keine großen Worte mehr zu verlieren. Wer komplexe und anspruchsvolle Kompositionen mit einer solch unnachahmlichen Leichtigkeit zelebriert, hat ausufernde Instrumental-Angebereien gar nicht nötig, stattdessen konzentrieren steht bei SUBSIGNAL der Song an sich stets im Vordergrund. Mit dem Titeltrack ihres aktuellen Albums „Paraíso“ geht die Band von Anfang an in die Vollen. Gerade im Vergleich mit ihrer Vorgruppe fallen die Selbstsicherheit und das routinierte Stageacting einer Band auf, die sich auf der kleinen Bühne des engen Clubs wie zuhause fühlt.

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Die Ansagen zieht der holländische Front-Sympath Arno Menses – der eigentlich gar nicht so groß ist, wie er neben seinen Kollegen Markus Steffen (Gitarre) und Ralf Schwager (Bass) wirkt – wie gewohnt auf Englisch durch und kokettiert dabei mit der eigenen SIEGES-EVEN-Vergangenheit. Auf die verhaltenen Reaktionen des Publikums hin zeigt er sich jedoch keineswegs enttäuscht, sondern winkt mit einem lässigen „Never mind, it was just a small, unknown band called VAN HALEN“ ab. Schön auch, dass Keyboarder David Bertok diesen Ball später wieder aufgreift, als zum Abschluss des Zugabenblocks „The Lonely Views Of Condors“ als „Stück unserer alten Band“ angekündigt wird, indem er mal eben lässig die ersten Takte von „Jump“ anspielt und für allgemeines Gelächter sorgt.

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Doch soweit sind wir noch lange nicht, zuvor gibt es noch anderthalb Stunden lang bekannte Großartigkeiten wie „The Sea“, „Feeding Utopia“ oder „My Sanctuary“ – und natürlich kommt auch das neue Material nicht zu kurz. „A New Reliance“ wird als „Dance-Track“ angekündigt und tatsächlich schnappt sich Arno Menses prompt eine Zuschauerin in der ersten Reihe, um mit dieser eine flotte Sohle aufs… naja, wohl eher Linoleum zu legen. Dass man aber ausgerechnet das im Original mit Marcela Bovio (STREAM OF PASSION) aufgenommene und als Single ausgekoppelte „The Blueprint Of A Winter“ außen vor lässt, verwundert. Denn wenngleich ich den osteuropäisch klingenden Namen der Background-Sängerin hier nicht unfallfrei wiedergeben kann, hätte diese hierbei als Duett-Partnerin für den Lead-Gesang sicherlich eine ähnlich gute Figur abgegeben wie beim grandiosen „The Lifespan Of A Glimpse“, dem wohl düstersten und härtesten Stück des heutigen Abends.

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Im Gegensatz dazu markiert „The Size Of Light On Earth“, das die Band vor dieser Tour nur im Rahmen von Akustik-Sets zum Besten gegeben hatte, eher das softere Ende des Klangspektrums. Und auch das Ende des regulären Sets markiert mit „Swimming Home“ ein eher ruhiges, nachdenkliches Stück, das den zurückhaltend-optimistischen Charakter der Band mit einer ordentlichen Prise Melancholie würzt. Danach gibt es als Zugaben den Klassiker „Paradigm“ und das bereits erwähnte „The Lonely Views Of Condors“, bevor die überschaubare Menge in eine laue Vorfrühlingsnacht entlassen wird. So gesehen wäre es wohl wirklich unangemessen gewesen, in diesem Jahr noch einen Song namens „The Blueprint Of A Winter“ zum Besten zu geben…

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08.03.2014

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