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Subsignal - Beautiful & Monstrous

Review

Galerie mit 20 Bildern: Subsignal - Rock Of Ages 2013

Wo kommen nur immer die vielen hochprofessionellen Progband her? Haben Insideout oder Progrock Records plötzlich eine Nachwuchsförderung ins Leben gerufen? Erst beim zweiten Blick wird klar: Auch wenn zwischenzeitlich immer mal wieder neue Namen in den Anzeigen geschaltet werden, bleiben die Musiker oft dieselben. SUBSIGNAL bleibt dem musikalischen Inzest treu und besteht primär aus Gitarrist Markus Steffen und Sänger Arno Menses, die man noch aufgrund der kürzlich wieder aufgelösten Koryphäen von SIEGES EVEN im Ohr haben sollte. Alle Vorraussetzungen für einen grandiosen Progabend scheinen hiermit erfüllt zu sein.

Doch der Konjunktiv ist zurecht verräterisch. Ich will gar nicht bezweifeln, dass die Musiker alle Helden ihres Genres sind und die vorhandenen Anlehnungen an SIEGES EVEN bei SUBSIGNAL ne Menge Spaß machen, aber die erwartete Begeisterung kommt bei „Beautiful & Monstrous“ trotzdem nicht auf. Statt mit spektakulären Experimenten oder innovativen Riffs an Klassiker wie „The Art Of Navigating By The Stars“ anzuknüpfen, scheinen sich die Macher in die wohl schlimmste Musikschublade seit Erfindung der Stromklapfe verguckt zu haben: AOR. Mag sein, dass ich zu jung bin, oder von Musik als solcher einen zu großen Unterhaltungseffekt verlange, aber wenn Songs wie „Paradigm“ oder „The Sea“ über Minuten hinweg höhepunktslos vor sich hin plätschern geht mir das echt zu weit. Da hilft es auch nichts, wenn der Opener „Where Angels Fear To Tread“, sowie die Nummern „The Trick Is To Keep Breathing“, „Walking With Ghosts“ und der Titeltrack nochmal an alte Genialitäten anknüpfen. Selten habe ich eine so unspektakuläre Progplatte gehört.

Womit ich sie Fans des Genres jedoch nicht absprechen will. Wer episch getragene Akkordteppiche mit dem inflationären Gebrauch von Apreggios und Keyeffekten mag, wird mit „Beautiful & Monstrous“ vermutlich ne Menge Spaß haben. Aber ich bin ehrlich genug, AOR als ein derart unsinniges Genre abzustrafen, dass ich auch bei der ehemaligen SIEGES EVEN Besetzung keine Gnade kenne. Sechs Punkte gibt es für einige gute Melodien, die Erinnerung an alte Zeiten und eine immer noch vorhandene Professionalität, die über so manche Innovationslosigkeit hinwegtäuschen kann.

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25.09.2009

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