Aesthetic Perfection - All Beauty Destroyed

Review

Galerie mit 26 Bildern: Aesthetic Perfection - Tour 2020 in Offenbach am Main

Der immer wieder propagierte „Wiedererkennungswert“ ist ja häufig so eine Sache in der Musikszene, natürlich auch in der Elektroszene. Manche Bands erkennt man aus der Masse an Veröffentlichungen sofort heraus, manche bleiben Klone. Im Fall von AESTHETIC PERFECTION muss man sagen, dass das Ein-Mann-Projekt von Daniel Graves die Jahre über einen durchaus eigenen Stil entwickelt hat, gerade im Harsh Elektro-Sektor nun wirkliche keine Selbstverständlichkeit.

Wie dieser Wiedererkennungswert zustande kommt, zeigt sich dann schon beim Opener des dritten Albums von Daniel Graves: „A Nice Place To Live“ startet mit den üblichen fetten Beats und verzerrten Vocals, um dann mit einem sehr eingängigen und unverzerrt präsentierten Refrain dieser Brachialität entgegenzusteuern. Diese ausgewogene Mischung aus Härte und Eingängigkeit – nicht nur im Bereich der Vocals – ist es auch, die beispielsweise „11th Hour“ oder auch die Vorab-Auskopplung „Inhuman“ kennzeichnet. Hinzu kommt eine ausgeprägte Clubtauglichkeit („Celebrity Sin“, „Motherfucker“) und auch etwas sperrig startetende Songs wie „One And Only“ oder „Filthy Design“ sorgen für Abwechslung, ebenso Songs fernab der Tanzfläche („Under Your Skin“, „All Beauty Destroyed“).

Nicht alle Songs halten dabei zwar qualitativ das gleiche Niveau und der Opener „A Nice Place To Visit“, „Inhuman“ sowie „The 11th Hour“ zählen mit Sicherheit zu den stärksten Songs des Albums, wirkliche Ausfälle gibt es in der Tracklist jedoch auch keine zu beklagen und dank der beschriebenen Variabilität im Sound von AESTHETIC PERFECTION dürfte somit auch für jeden Elektrofan etwas dabei sein. Der Erstauflage liegt zudem noch eine Bonus Disc bei, auf der sich drei Remixe von „A Nice Place To Visit“ sowie drei weitere Fremdinterpretationen von Albumstracks tummeln, unter anderem von HOCICO und XP8.

Mit „All Beauty Destroyed“ haben AESTHETIC PERFECTION ihren Wiedererkennungswert bestätigt, das intensive und energiegeladene Album lässt sich gut anhören und sorgt somit immer wieder für kurzweiligen Hörgenuss.

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11.04.2012

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