Alestorm - Captain Morgan's Revenge

Review

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Als Scottish Pirate Metal grossartig angekündigt und gehypt, entpuppen sich ALESTORM ziemlich schnell als ein geradezu anbiedernder TURISAS-Clone, leider wenig originell oder besonders ausgefeilt, und navigieren kaum melodisch oder versiert in viel zu seichten Gewässern. Dabei hatte ich mich nach der langen Abstinenz des Piraten-Metal-Flaggschiffs von RUNNING WILD und der überraschend aberwitzigen Mischung aus Thrash Metal, authentischen Piratenliedern und einer Prise Humor seitens SWASHBUCKLEs „Crewed By The Damned“ auf eine weitere Band, die nach dem grossen Erfolg der Fluch der Karibik-Trilogie wie selbstverständlich auf das Piratenthema aufspringt, doch so gefreut.

Den Auftakt zu „Captain Morgan’s Revenge“ macht jedenfalls „Over The Sea“, der in Melodie und Rhythmus mit beiden Augen in Richtung „To Holmgard And Beyond“ von TURISAS schielt und sich dabei nur durch eine etwas zügigere Spielart unterscheidet. Folkloristisch inspiriert geht’s schließlich weiter, und wären da nicht die Piraten-Lyrics, könnte dieses Album durchaus als nächstes TURISAS-Album durchgehen, denn auch die Vocals von Frontmann Christopher Bowes klingen wenig geölt. Das mag aber vielleicht auch ein Pluspunkt sein, um etwas authentischer zu klingen.

Wuchtige Hooks und gewaltige Refrains, die durchaus nach dem zehnten Glas Whiskey und einigen Bieren in Partylaune versetzen, kann man den Songs auf „Captain Morgan’s Revenge“ nicht absprechen, aber seien wir ehrlich, auch nach dem zehnten Durchgang bleibt kaum ein Fragment hängen, ganz davon abgesehen, dass man auf diesem Album vergeblich nach einem Hit sucht. Lediglich die Up-Tempo-Nummer „Terror Of The High Seas“ und das rein folkloristisch instrumentierte „Of Treasure“, das in der Tat Piratenstimmung aufkommen lässt, können begeistern, doch das ist eindeutig zu wenig, um zu überzeugen.

„Captain Morgan’s Revenge“ ist somit nur etwas für Hartgesottene, die von TURISAS und Konsorten einfach nicht genug bekommen können, auch wenn alles gleich klingt. Wer jedoch mehr Wert auf versierten Piraten-Metal legt, greift auf RUNNING WILD zurück oder versucht sich an den thrashigen SWASHBUCKLE, und wer’s mittelalterlicher mag, dem sei CULTUS FEROX‘ Piraten-Album „Unbeugsam“ ans Herz gelegt.

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20.01.2008

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