Babyshambles - Up The Shambles- Live In Manchester

Review

Ja, über diesen Herrn wurde in diesem Jahr viel geredet. Drogen, Kate Moss und ’spaßige‘ Aktionen mit Spritzen und MTV-Redakteuren, die über den Skandal sicherlich nicht halb so entrüstet waren, wie sie sich über die dadurch entstandene Publicity gefreut haben. Bei all diesen Sachen wurde oft nicht bedacht, warum Pete Doherty eigentlich überhaupt im TV zu sehen ist: Er macht nebenbei doch tatsächlich noch Musik. Wurden die meisten Menschen erst durch seine Exzesse auf sie aufmerksam, so vergessen viele, dass die BABYSHAMBLES und auch die früheren LIBERTINES bereits einiges an Musik veröffentlicht haben. Ganz davon zu schweigen, dass die Musik tatsächlich auch noch superb ist, so man auf guten englischen Rock steht.

Nun erscheint mit “Up the Shambles – Live in Manchester“ die erste DVD der Herren und der Dame und vermutlich werden sich die Käufer als erstes auf das Bonusmaterial stürzen, welches nämlich Aufnahmen aus den Backstageräumen bietet. Ich muss euch leider enttäuschen. Denn neben diversen Miezen, einer Trillerpfeife und Unmengen von sinnlosem Doherty-hier-Doherty-da-Footage bekommt man nichts Skandalöses zu sehen. Es gibt vier weitere Livesongs und ansonsten belanglosen Fankult, denn wenn ich ehrlich bin, interessiert es mich recht wenig, wenn ich sehen kann, wie Doherty die Schuhe wechselt, Blumen durch die Gegend trägt oder ein Bier schüttelt. Zwar wurde das Material durch Verwendung einer Handkamera und den Verzicht auf Kommentare recht authentisch gehalten, doch betrachtet man es als Ganzes, so bleibt nicht viel mehr als ein paar Junkies, die das machen, was wohl jede Band so hinter Bühne macht und das ist in den meisten Fällen nun einmal unspektakulär.

Kommen wir also zum wichtigsten Teil dieser DVD – dem Auftritt in Manchester. Auch hier wird schnell klar, um wen es sich bei den BABYSHAMBLES alles dreht, denn die Band wirkt lediglich als schmückendes Beiwerk und selbst bei den Soli wird nur kurz auf den Klampfer geschwenkt, um nach wenigen Sekunden schnell wieder zu Herrn Doherty zurückzukehren. Dennoch hat die DVD durchaus Unterhaltungswert, denn der Meister zeigt sich mit prächtiger Laune und auch stimmlich sehr fit, wenngleich sein Gesang leider ein wenig zu sehr in den Hintergrund gemischt ist. Ansonsten bietet die Band alles, was ich in einem Rock`n` Roll Mitschnitt sehen will: Gute Songs, Kippen, Suff und ein ausrastendes Publikum. Die Band greift dabei mit u.a. “Don`t Look Back Into the Sun“ oder “Time for Heroes“ auch auf altes LIBERTINES-Material zurück, welches sich aber kaum von den Songs der BAMBYSHAMBLES abhebt. Von eben diesen werden wiederum die großen Hits, inklusive “Fuck Forever“(bei dem das Publikum erwartungsgemäß am meisten abgeht) und “Albion“ gespielt und in ansprechender Form wiedergegeben.

Zusammengefasst bietet diese DVD also knapp 90 Minuten guten Rock`n`Roll mit feinen Songs, ordentlichem Sound und ebenso ordentlicher Bildqualität. Kann man also durchaus zugreifen!

13.12.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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