Barren Earth - Our Twilight

Review

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Mit BARREN EARTH schickt sich eine ausgesprochen prominent besetzte Gruppe an, den Gothic/Dark-Metal-Bereich gründlich aufzumischen: Immerhin stehen mit Olli-Pekka Laine (Bass) und Kasper Mårtenson (Keys) zwei ehemalige AMORPHIS-Mitstreiter in ihren Reihen, ebenso wie Mikko Kotamäki (Vocals) von den hochgelobten und -geliebten SWALLOW THE SUN und Marko Tarvonen von MOONSORROW an den Drums. Abgerundet wird das Line-Up durch Janne Perttilä (RYTMIHÄIRIÖ) und Sami Yli-Sirniö (KREATOR, WALTARI) an den Saiten. Und als wenn diese Zusammensetzung noch nicht genügend Aufmerksamkeit bescheren würde, kommt noch Produzentenlegende Dan Swanö daher, und bescheinigt der Debüt-MCD der Finnen eine geradezu überirdische Qualität: „The perfect blend of light and darkness. A new level of amazing has been reached!!“

Natürlich, dieses Lob ist nicht weiter verwunderlich, denn immerhin ist Dan Swanö hauptverantwortlich für den Mix von „Our Twilight“. Aber ganz ehrlich: Überraschend ist es auch nicht, und das ist zunächst einmal positiv gemeint. „Our Twilight“ enthält vier Songs, die sich stilistisch zwischen SWALLOW THE SUN, alten AMORPHIS (zu „Tales From The Thousand Lakes“-Zeiten) und MOONTOWER bewegen. Mikko Kotamäkis Vocals sind so harsch wie bei seiner Hauptband, werden aber ab und an durch sanften, cleanen Gesang ergänzt. Die Gitarren haben zumeist eine todesbleierne Schwere und nähern sich nur im vierten Track „Floodred“ neueren AMORPHIS an, während die Synthesizersounds genau das einhalten, was man von Kasper Mårtenson erwartet: Ein wenig spacig und bisweilen sogar magisch – vor allem „Jewel“ erinnert in dieser Hinsicht an seine alte Band. Gut, und der Opener und Titeltrack „Our Twilight“ hätte mit seiner teilweise proggigen Verspieltheit auch auf Dan Swanös MOONTOWER-CD eine gute Figur gemacht – womit wir wieder beim oben genannten Lob wären.

Aus dem Gesagten lässt sich ableiten, dass BARREN EARTH das Rad nicht neu erfinden. Sie beschränken sich auf jene Elemente, die sie mit ihren (aktuellen und ehemaligen) Hauptbands zelebrieren, und fertigen daraus vier gute Songs, die rund und ausgereift klingen. Dabei gefällt mir „Jewel“ am besten, vielleicht ob des oben erwähnten Anklangs an alte AMORPHIS. Ob die Band auch über die volle Distanz imstande sind, solch eine Magie aufzubauen, muss sich noch zeigen. „Our Twilight“ zumindest ist ein guter Beginn, der Lust auf mehr macht.

12.10.2009

- Dreaming in Red -

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