Black Oath - To Below And Beyond

Review

„To Below And Beyond“ nennt sich die dritte Langspielplatte der Italiener BLACK OATH. Schon die beiden Vorgängeralben des Trios waren qualitativ recht ansprechend, aber für höhere Weihen reichte es ob fehlender Variabilität noch nicht.

Was innerhalb des jeweiligen Albums an ausreichenden Ideen bislang fehlte, gilt allerdings nicht für die kreative Entwicklung der Band zwischen den Alben. Die bisherige Diskographie des Trios zeichnet sich nämlich kaum durch Beständigkeit aus: Auf dem Erstling „The Third Aeon“ gefällig-doomig im Stile CANDLEMASS‘ zu Werke gehend, wird das Zweitwerk „Ov Qliphoth And Darkness“ noch schwererer und düsterer. Nun vollführt man abermals ein Wendung: Man dreht die (eigentlich nie so recht vorhandene) Heaviness auf ein Mindestmaß zurück und bereitet damit einem dunklen Doom-Rock die Bühne. Das Ganze klingt dann wie eine Mischung aus GHOST und SOLITUDE AETURNUS – und ein bisschen nach TIAMAT. Damit können BLACK OATH mit dieser neuen Entwicklungsrichtung ihre besondere Fähigkeit besser ausspielen: Die eingängigen Melodien müssen sich nicht mehr unter einer schweren, metallischen Decke verstecken, sondern können ganz ungeniert und selbstbewusst für sich stehen. Insbesondere „I Am Athanor“ stellt diese Entwicklung eindrucksvoll unter Beweis und steht repräsentativ für „To Below And Beyond“: verspielte, trotzdem angenehm schnarrige Gitarrenarbeit, ein spannender Songaufbau und interessante Tempowechsel.

Was hinzukommt, sind Titel wie „Flesh To Gold“, der sogar soundtrackhafte, JOHN MURPHY-eske Tendenzen und Melodien aufzubieten hat, und der Titeltrack „To Below And Beyond“, der seine Epic-Doom-Wurzeln nicht verleugnen kann und diese wunderbar mit kleinem Gothic-Rock-Einschlag versieht. Trotzdem: Manchmal wirken die Songs noch zu verworren, unnötig verkompliziert. Das führt dazu, dass man nicht über die gesamte Spielzeit gebannt an „To Below And Beyond“ haftet, sondern mit den Gedanken abschweift. Ein bisschen mehr Prägnanz und Durchschlagskraft an der richtigen Stelle würde der Scheibe überdies ganz gut tun.

Nun bleibt aber abzuwarten, ob „To Below And Beyond“ das Fundament der weiteren Entwicklung von BLACK OATH bilden wird – wenn man düsteren Doom Rock mag, dann ist dies nur wünschenswert.

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18.01.2016

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Der metal.de Serviervorschlag

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