Blaze Bayley - Alive In Poland

Review

Irgendwie kann einem der gute Blaze ja leid tun. Einerseits konnte er mit WOLFSBANE nicht so richtig groß rauskommen. Auf der anderen Seite hatte er seine Chance bei IRON MAIDEN, jedoch wurde seine Stimme sowie die Songs von Steve Harris zu jener Zeit von den Fans nicht angenommen. „Gut, gut“, dachte sich der charismatische Frontmann anschließend, „dann ziehe ich eben mein eigenes Ding durch“. Und die Alben unter dem BLAZE-Banner brauchen sich auch wirklich nicht zu verstecken. Doch leider blieben die Verkaufszahlen wohl weit hinter der Erwartung.

Dass natürlich irgendwann selbst das treueste Label den Support unterlässt liegt auf der Hand. Und all diesen Ärger lässt Blaze Bayley bei dem Gig in Katowice, Polen, auf dem Metal Maniacs Festival raus, man beachte mal die einzelnen Ansagen und die leider sehr abgetakelten „You´re The Best Crowd Ever“-Rufe.

Zwar ist das polnische Publikum anfangs sehr zurückhaltend, taut aber mit der Zeit auf. Liegt ja auch auf der Hand. Denn das Set besteht aus alten WOLFSBANE, BLAZE und, wie könnte es anders sein, Nummern von IRON MAIDEN zu Blaze-Zeiten. Natürlich kommen die Stücke der eisernen Jungfrauen am besten an, weshalb diese auch mit einer Portion Extraenergie gezockt werden. „Futureal“, das geile „Man On The Edge“, „When Two Worlds Collide“, “Look For The Truth”, “Sign Of The Cross” werden vom Publikm frenetisch abgefeiert. Ganz besonders gelungen ist jedoch das wohl unbekannteste Stück aus der Blaze-Ära. „Virus“, ursprünglich für Album Numero drei mit Blaze gedacht und dann nur auf dem „Best Of The Beast“ Album vertreten, erweist sich wider erwarten als wirklich starke Live-Nummer mit Gänsehautfaktor von mindestens 30. Aber nicht nur die Stücke aus dem Hause IRON MAIDEN kommen bei dem Publikum an. Okay, es ist klar, dass diese Songs am bekanntesten sind. Trotzdem, die Eigenkompositionen erhalten dank der flotten Band einen ganz besonderen Reiz. Denn Songs wie „Speed Of Light“, The Brave”, das geniale “Silicon Messiah” oder “Tenth Dimension” brauchen sich auch nicht hinter den übermächtigen Songs der ex-Band zu verstecken.
Leider kommt Blaze stimmlich hier und da an seine Grenzen, besonders was die Höhen angeht. Und ich denke mir, dass es ihm gar nicht recht war, als die polnischen Fans aus der ersten Reihe sein Hemd aufknüpften. Doch das ist eine andere Geschichte.

Der Sound auf „Alive In Poland“ entspricht zwar nicht der Creme de la Creme, ist aber im Großen und Ganzen schon okay. Die Lichtverhältnisse unterstützen das Acting der Band recht gut, die Musiker kommen solide rüber.

Als netten Bonus hat das polnische Metal Mind Label noch ein Interview mit Blaze Bayley und der Band draufgepackt. Zusätzlich die obligatorische Fotogalerie, Discographie, verschiedene Bildschirmhintergründe und Weblinks. Wer immer noch nicht genug hat, der kann sich den Clip zu „Hollow Head“ reinziehen.

Insgesamt bietet die DVD für BLAZE BAYLEY-Fans die Vollbedienung und auch IRON MAIDEN Anhänger können hier ruhig mal einen Blick riskieren.
Tja, drücken wir Blaze die Daumen, dass er endlich mal wieder durchstarten kann. Meinen Segen hat er zumindest.

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19.09.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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