Blaze Bayley - The Man Who Would Not Die

Review

Blaze Bayley ist den Heavy-Metal-Fans spätestens seit seiner Zeit bei IRON MAIDEN ein Begriff. Dort stieg er 1994 als Nachfolger von Bruce Dickinson ein und ließ seine bisherige Band WOLFSBANE sausen. Ein Schritt, den wahrscheinlich jeder nachvollziehen kann. Knapp fünf Jahre währte die Zusammenarbeit mit MAIDEN, dann warf Bayley das Handtuch. Ab 1999 ging er ausschließlich Solo-Wege und veröffentlichte unter BLAZE vier CDs. Nun nennt er sein Projekt BLAZE BAYLEY und hat das neue Album „The Man Who Would Not Die“ am Start.

Den Albumnamen kann man ein wenig ummünzen in „Der Mann der nicht aufgibt“. Denn das ist Blaze Bayley. Zum Glück, kann man sagen, denn „The Man Who Would Not Die“ dürfte wohl das beste Produkt seiner Metal-Karriere sein.
Bayley präsentiert uns druck- und kraftvollen und absolut unverfälschten Heavy Metal. Kein Power-, True- oder sonstwas-Gedöns, sondern einfach astreinen Heavy Metal. Die Songs sprühen nur so vor Energie und Dynamik. Der gewaltige Rhythmus und die Riffwände plätten alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Dazu Bayleys absolut charismatischer und ausdrucksstarker Gesang mit dem bekannten tief-rauhen Timbre. Eine tödliche Kombination.

Die Songs zünden praktisch fast alle. Das fängt schon beim äußerst druckvollen Titelsong an, der auf perfekte Weise den dynamischen Vormasch mit Ohrwurmmelodie verbindet. Noch mehr Groove und Power bietet „Blackmailer“, und beim Leadsolo bleibt keine Luftgitarre ungespielt. Etwas melodischer, praktisch im Stile einer Powerballade kommt „Smile Back At Death“, doch Kuschelromantik kommt auch hier nicht auf. Da sind das Gitarrenspiel und Bayleys Gesang einfach zu energetisch.
Bei „While You Were Gone“ vereint Bayley ruhige und kraftvolle Abschnitte zu einem leicht progressiven Meisterstück. In „Samurai“ klingen die typischen Maiden-Trademarks noch am Stärksten durch, aber auch hier beweist Blaze, dass dies kein Nachteil ist, denn die eingängige Hookline und der Refrain gehen sofort ins Ohr.
Weitere Highlights sind der High-Tempo-Kracher „Robot“, bei dem sich die Rhythmustruppe und die Gitarren gnadenlos duellieren, „Waiting For My Life To Begin“ mit seinen melodischen Leads und Hammerrefrain, sowie der toughe Rausschmeißer „Serpent Hearted Man“.

Von der instrumentalen und gesanglichen Leistung ist das einfach klasse. Besser kann man starke Songs nicht performen. Auch in punkto Songwriting hat sich Bayley selbst übertroffen.
Ich habe selten derart ausgefeilte und gelungene Kompositionen gehört.
Nur „A Crack In The System“ und die Ballade „At The End Of The Day“ können nicht überzeugen und setzen keine wirklichen Akzente. Sie erfüllen leider nur Filler-Status und verhindern, dass ich die Höchstnote auspacke. Dennoch werden sich weitere Veröffentlichungen dieses Jahres an „The Man Who Would Not Die“ messen lassen müssen, und ich bin sicher, viele werden diesen Standard nicht erfüllen.

Ein Must-Have für jeden Anhänger des traditionellen Heavy Metal.

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06.08.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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8 Kommentare zu Blaze Bayley - The Man Who Would Not Die

  1. hellgore sagt:

    Dem Review ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Ein Bombenalbum, es ist schon lange her, daß ich so gut gemachten Heavy Metal ohne uninspiriertes Abkupfern oder Klischees gehört habe. Die Scheibe läuft seit ich sie in den Fingern habe rauf und runter.
    Der stärkste Brecher m.M.n. ist der Titeltrack, mit einem Nackenbrecher gleich als Auftakt. Ich wünschte, mehr Bands im melodischen Metalbereich würden sich von dieser Dynamik und Energie gepaart mit Einfallsreichtum und Abwechslung eine Scheibe abschneiden.

    5/10
  2. hellgore sagt:

    Boah, manchmal nervt diese Kommentarfunktion… Natürlich sollten es insgesamt 9 Punkte sein, nicht bloss 5 :/

    10/10
  3. Anonymous sagt:

    Wenn da nicht diese eindimensionale öde immergleich tönende (Die Leierzeile "Falling Down, Falling Down…" in "Lord Of The Flies" zu MAIDEN-Zeiten hatte mal den Markstein gesetzt, an dem sich Blaze immer wieder probiert, er kann nicht anders) Stimme wäre, dazu das uninspirierte Songwriting… hoffe, Steve erreicht noch mal den Gipfel… des Schaffens natürlich.

    4/10
  4. redakteur sagt:

    Ja, Ständi, ich weiß, du findest alles schlecht, was ich rezensiere. Irgendwie aus Prinzip schon, oder ist das eher Wichtigtuerei? Jedenfalls total albern. Freu dich schon mal auf meine nächsten Reviews aus dem Bereich Power Metal. Dort kannst du deine Inkompetenz noch besser unter Beweis stellen – wie früher als Schreiberling!

    9/10
  5. blackchest sagt:

    Ein Gesangsgenie ist Blaze ja nun wirklich nicht, da müssen wir uns gar nichts vormachen, denn sowohl WOLFSBANE als auch seine Einlagen bei IRON MAIDEN sprechen diesbezüglich Bände. Nichtsdestotrotz ist der Mann deutlich unterschätzt und seine Soloalben sind in der Tat überhaupt nicht schlecht…andererseits aber auch bei weitem weder 8 noch 9 Punkte wert, und leider macht auch dieses Album diesbezüglich keine Ausnahme.

    6/10
  6. redakteur sagt:

    Das sehe ich eben anders, Jens! Das Album ist bei weitem sein bestes und bekommt nicht unbegründet in sämtlichen Reviews gute Kritiken.

    9/10
  7. stendahl sagt:

    @Steve: Steve mit Vollvisier, das ist gut, du siehst, du wirst allmählich härter;) @Blaze: Er wird auch bei mehrmaligem Hören nicht besser, Gesang UND Songs sind schlapp. Gruß Quälix

    4/10
  8. jeremy sagt:

    na ja…es ist alles geschmacksache..allerdings zündet das Album bei mir nicht an.

    4/10