Brimstone Coven - "The Woes Of A Mortal Earth"

Review

BRIMSTONE COVEN aus dem Osten Ohios wurde 2011 von Sänger, Gitarristen und Songwriter Corey Roth gegründet und mit John Williams (Gesang), Andrew D’Cagna (Bass) und Justin Wood (Schlagzeug) vervollständigt. Nach zwei EPs kam der Plattenvertrag mit Metal Blade Records, welches die beiden EPs als Debütalbum veröffentlichten, gefolgt von „Black Magic“ 2016. Im folgenden Jahr erfolgten zahlreiche Umbrüche in Form von der Trennung vom Label als auch von Sänger John und Schlagzeuger Justin, welcher durch Dave Trik ersetzt wurde. Nunmehr als Trio wurde das sehr dunkle „What Was And What Shall Be“ 2018 in Eigenregie veröffentlicht. Nun folgt via Ripple Music das neue Werk mit dem prophetischen Titel „The Woes Of A Mortal Earth“. Wie haben sich BRIMSTONE COVEN entwickelt?

„The Woes Of A Mortal Earth“ von BRIMSTONE COVEN – der Soundtrack für das weltweite Leiden 2020?

Inzwischen teilen sich Corey und Andrew den Gesang, ansonsten ist die grundsätzliche musikalische Ausrichtung von BRIMSTONE COVEN gleichgeblieben: Ein bekifft klassisches Retro-Gebräu aus Stoner, Doom, Hard und Classic Rock, psychedelisch mit etwas okkultem Flair, Vintage durch und durch. „The Woes Of A Mortal Earth“ beginnt mit „The Inferno“, das viel von „Sabbath Bloody Sabbath“ von BLACK SABBATH als auch Siebziger DEEP PURPLE in sich trägt. Harmonischer, zweistimmiger Gesang, der hier perfekt funktioniert und zu der obskuren Atmosphäre gehörig beiträgt. „When The World Is Gone“ ist noch düsterer gehalten und schlägt die Brücke zum Vorgänger „What Was And What Shall Be“, die schweren Gitarren, der dominante Bass und die besonderen Melodien erinnern ein wenig an THE DEVIL’S BLOOD. BRIMSTONE COVEN  haben einen eigenen Charakter, aber die Einflüsse sind doch stets im Sound präsent. Wie auch im folgenden „Live With A Ghost“, hier standen PENTAGRAM, insbesondere „Relentless“, Pate, der Sound, die Struktur, das schwere Proto-Doom-Riff und der leise Gesang. Das Stück unterscheidet sich deutlich von den anderen. Das obskure Retro rockige „The Darker Hall“ wiederrum lebt durch seinen höllischen Groove, während das kompakte „Secrets Of The Earth“ wieder schwer und doomig mit prägnantem Riffing ist. Abgeschlossen wird „The Woes Of A Mortal Earth“ vom „Song Of Whippoorwill“, der bisher schwerste und dunkelste Song von BRIMSTONE COVEN mit fast schon monotonem Riffing und harmonischem zweistimmigem Gesang, sehr düstere Atmosphäre. So endet ein Album, das in sich ein geschlossenes Gesamtbild bildet. BRIMSTONE COVEN konzentrieren sich auf das Wesentliche und ihre Stärken, das sind die Riffs, die Stimmung und der mehrstimmige Gesang.

Ein typisches Album des Retro-Rocks voller Klischees, aber gut!

Auf „The Woes Of A Mortal Earth“ bedienen sich BRIMSTONE COVEN den typischen Elementen und Klischees des (okkulten) Retro-Rocks und zeigen genau auf, wer ihre Einflüsse sind. Mit ihrer unaufgeregten, mehr als soliden, düsteren, gleichzeitig reichhaltigen und harmonischen Mischung voller Energie kann sich die Band mit ihrem ganz eigenen Charme locker im großen Haifischbecken des Vintage Rocks behaupten.

11.08.2020

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

Der metal.de Serviervorschlag

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