Carpathian Forest - Defending The Throne Of Evil

Review

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Viele Worte brauche ich zu dieser Band wohl nicht mehr verlieren und nach einer Reihe an Veröffentlichungen war eigentlich schon im Vorfeld klar, wie ihre neue Langrille wohl klingen wird. Viele Überraschungen haben die Norweger wirklich nicht auf die Platte gepackt, sondern sie setzen auf die altbekannten Trademarks die jeder eigentlich schon kennt. Auch der rockige Aspekt kommt diesesmal nicht zu kurz (z.B. bei „One With The Earth“), nichtsdestotrotz wird auch wieder gut losgeböllert – wie immer eben. Ich muss gestehen, dass ich Carpathian Forest eigentlich immer ganz gut und die Stagnation, die die Presse der Band zu Recht vorwarf, nie wirklich störend fand. Trotz alledem finde ich, dass die Jungs irgendwie frischer klingen und nicht so festgefahren wie sonst. Zum Schmunzeln regen doch die teilweise arg bösen Songtitel an: „It´s Darker Than You Think“, „Put To Sleep Like A Sick Animal“, oder auch „Cold Murderous Music“. Aber davon mal abgesehen ist die musikalische Seite kein bayrischer Gesangsverein, sondern grimmiger Black Metal, wie man ihn von Carpathian Forest kennt. Neben den gewohnt schnellen und knüppelnden Passagen gibt auch immer wieder schleppende Tracks (z.B. „The Well Of All Human Tears“), die die gute Gitarrenarbeit nochmals hervorheben können. Der Einsatz von Keyboards dürfte noch nie so ausgeprägt gewesen sein wie auf diesem Scheibchen, allerdings wirken diese nicht aufgesetzt oder störend, da sie geschickt als Hintergrundmelodie eingesetzt wurden. Die ganze Platte kommt ausgefeilt und gut durchdacht herüber und auch durch die genre-fremden Elemente (z.B. in „Hymne To Døden“ oder „Ancient Spirit Of The Underworld“) konnte das „primitive Image“ aufpoliert werden. Inwieweit diese Scheibe noch zum „True Norwegian Black Metal“ gezählt werden kann, möchte ich hier nicht beurteilen, sie wird aber sicherlich den Anhängern nicht vor den Kopf stoßen, da das alte Feeling immer noch ausgeprägt vorhanden ist.

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05.04.2003

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2 Kommentare zu Carpathian Forest - Defending The Throne Of Evil

  1. Anonymous sagt:

    wenn ich richtig informiert bin, ist "defending the throne of evil" das erste cf-album, welches ohne jeden einfluss von mastermind nordavind daherkommt. da nordavind den eigentlichen nordischen kern der formation darstellte, hatte ich cf mit seinem abgang eigentlich schon abgeschrieben. schaut man sich das cover der neuen scheibe an, fühlt man sich auch gleich bestätigt, an ideenlosigkeit ist das kaum noch zu überbieten. zum glück hat sich an der mucke selbst aber nicht soviel verändert und wie proserpine schon richtig erkannte, kommt das ganze jetzt deutlich ungezwungener daher. scheinbar sind mit nordavind auch die streng gelegten grenzen gesprengt worden und man ist nun in der lage einfach nur black metal zu spielen, ohne jeden zwang einer bestimmten black metal schublade zu genügen. als aller erstes fällt schon mal auf, dass das neue album durchaus grimmig daher kommt, aber von hass, finsternis etc. keine spur mehr. fast schon positiv gestimmt und mit ganzer rock n roll lebensfreude kommt das ganze daher. wer also hasserfüllten black metal sucht, ist hier falsch. falsch ist auch der mit diesem album bedient, der auf brachialen nordischen black metal ohne jede keyboards steht. dem hohen true norwegian black metal standart genügte sowieso nur das debüt "through chasm, caves and titan woods", dieses vermittelte einzig und alleine diesen intensiven, finster nordischen black metal spritit, danach war schluss und grimmiger rock n roll black metal erstürmte die arena. obwohl es stimmt, dass die keyboards sehr gelungen eingesetzt sind und der traditionelle cf hörer nicht gegen den kopf gestossen wird, ist der einsatz dieses mal so exzessiv genutzt worden, dass es mir einfach schon zuviel ist. grösstenteils halten nur noch die keyboard-klänge das album interessant und da hört der spass für mich auf. insgesamt also ein gutes black metal album, aber weder ein meilenstein, noch ein unbedingter habenszwang. wer die letzten alben von cf mochte wird auch dieses mögen, wer bereits meinte das sie sich nur noch wiederholen, der brauch hier gar nicht erst reinzuhören. 7 p. – grimm

    7/10
  2. Anonymous sagt:

    Einmaliges Album! Und es ist neben "Frost" von Enslaved das einzigste Black Metal Album, wo die Keyboards nicht stören!

    10/10