Cistvaen - At Light's Demise

Review

Fast zehn Jahre nach ihrer Gründung veröffentlichen CISTVAEN ihr Debütalbum “At Light’s Demise“. Dabei ziehen die Metaller ihre Ideen nicht nur aus der Landschaft Englands, sondern behandeln auch ähnlich triste Themen wie Depression in ihrer Musik. Das ergibt eine Mischung aus Atmospheric-Black-Metal und Doom, die stark an Bands wie AGALLOCH und WINTERFYLLETH erinnert.

“At Light’s Demise“ ist traurig-schön

Dabei kommt das Album mit sieben Songs auf eine stattliche Spielzeit von fast einer Stunde. Die genretypisch langen Songs können CISTVAEN sich allerdings leisten. Böse Growls und verzweifelte Screams treffen auf hohe, oft fast fröhliche Gitarrenmelodien und ergeben so einen abwechslungsreichen Kontrast. Außerdem sorgen Tempo- und Stimmungswechsel innerhalb der einzelnen Songs für Kurzweiligkeit.

Das ist allerdings nicht nur Mittel zum Zweck – CISTVAEN sind stark in erzählenden Elementen und finden genau die richtige Menge an wehmütiger Melancholie, ohne dabei kitschig zu wirken. Dabei starten die Engländer von Anfang an stark und zeigen direkt beim Titeltrack und ersten Song des Albums “At Light’s Demise“ die Range an Emotionen, Vocals und Geschwindigkeit, zu der sie fähig sind.

Auch stilistisch ist einiges an Abwechslung geboten. Auf das doomig-introvertierte “The Epitaph“ folgt das deutlich schnellere und energetischere “Time The Mournful“. Vor dem letzten und längsten Song des Albums “The Blind Observer“ findet sich mit dem Interlude “Silver Birch“ der einzige Song des Albums, der mit seinem leicht mittelalterlichen Sound ein bisschen aus der Reihe tanzt. Als Gaumenreiniger funktioniert er aber trotzdem super und die Idee von CISTVAEN als depressive englische Barden ist auch nicht ohne Reiz.

CISTVAEN legen einen starken Start hin

“At Light’s Demise“ ist ein vielversprechendes Debütalbum, dem man seine Einflüsse zwar stark anhört, das in der Umsetzung aber trotzdem überzeugt. CISTVAEN zeigen, dass sie nicht nur eine Spielart können, sondern zu einer ganzen Bandbreite an Emotionen und Genres in der Lage sind. Mit weiteren Alben wird die eigene Handschrift der Engländer sicher noch deutlicher werden. Auf jeden Fall lohnt es sich, CISTVAEN auf dem Radar zu behalten – und natürlich erst einmal das starke Debüt zu genießen.

29.03.2024

"Es ist gut, aber es gefällt mir nicht." - Johann Wolfgang von Goethe

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