Client - Command

Review

Mit „Command“ melden sich die drei stilvollen Damen von CLIENT nach kleinerer Pause mit dem Nachfolger des erfolgreichen „Heartland“-Albums zurück. Zwar gab es zwischendurch noch eine überzeugend belanglose Remix-Scheibe, wirklich neues Material gab es darauf jedoch nicht zu bewundern. Mit aufgewärmten Songs ist nun aber Gott sei Dank Schluss, „Command“ bietet zunächst zehn neue Songs, wer die Limited Edition im Auge hat, kommt in den Genuss zusätzlicher Remixe und Bonustracks.

Zunächst zum „regulären“ Album, auf dem die Ladies ihrem Stil im Prinzip zwar treu geblieben sind, insgesamt der Sound jedoch deutlich „roher“ klingt, ohne dabei die CLIENT-typischen Synthiesounds zu verdrängen. Diese sind es immer noch, die viele Songs auszeichnen und so rauchen auch auf „Command“ wieder die Synthies („Make Me Believe In You“, „Can You Feel“). Zwischendurch immer mal wieder „funky“, hat das Trio mit seinem Sound inzwischen einen festen Platz in der Electroclash/Synthie-Ecke eingenommen. Diesen wollen sie auch nicht aufgeben, dennoch zeigen sich CLIENT offen für eine Weiterentwicklung ihres Sounds. Dieser wird auf „Command“ mit einem teilweise recht intensiven Touch New Wave angereichert und so klingen die zehn Songs eindeutig weniger unterkühlt als bisherige Veröffentlichungen. Beste Beispiele hierfür sind der Opener „Petrol“ oder auch „Son Of A Gun“, auf denen die Gitarren doch sehr präsent sind.

Inwieweit CLIENT sich selbst und den Fans mit diesem veränderten Sound nun einen Gefallen getan haben, bleibt die Frage des Tages. Ist dieser organischere Sound für viele vielleicht noch vertretbar – außer für die Elektro-Purististen, die bei vielen Tracks mit Sicherheit leicht verstört aus der Wäsche schauen werden – offenbart „Command“ leider einhergehend mit dem eingeschlagenen Stilwechsel eine bisher ungewohnte Schwäche bei der Qualität der Songs. CLIENT verlieren auf ihrem neuen Album nicht nur etwas von der „Coolness“, die viele vergangene Songs auszeichnete, sondern auch vom Songwriting her ist man hier einfach deutlich Besserers von den drei Damen gewohnt. Songs wie „Blackheart“, „Don’t Run Away“ oder auch „Satisfaction“ enwickeln einen bisher nicht in diesem Ausmaß gekannten Nervfaktor, auch weitere Songs tendieren leider dazu.

Die Bonus-CD der Limited Edition kann da nur bedingt etwas ausgleichen, zumindest der einzig zusätzliche neue Song „Soldier“ zeigt, dass CLIENT ihr Handwerk immer noch verstehen. Auch der komplett elektronische Remix von „Petrol“ von den Labelkollegen AUTO-AUTO ist nett anzuhören, die zusätzlichen Versionen von „Can You Feel?“ sind dann eher Geschmacksache.

24.03.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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