Crystal Viper - Queen Of The Witch

Review

Galerie mit 18 Bildern: Crystal Viper - By Blood and Vengeance European Tour 2018

Nachdem das letzte Album der polnischen MetallerInnen CRYSTAL VIPER in die Kategorie “ganz gut, aber…” fiel und auch nicht mit seinem starken Vorgänger “Crimen Excepta” mithalten konnte, hat sich die Band knapp vier Jahre mit einem neuen Album Zeit gelassen (u.a. aufgrund einer Erkrankung von Frontfrau Marta). “Queen Of The Witches” heißt das sechste Studioalbum und soll nun verlorenen Boden wieder gut machen. Keine leichte Aufgabe in einem schnelllebigen Geschäft, wie dem Musikbusiness.

Hat die Viper die Zeit genutzt?

Und doch gelingt es Sängerin Marta Gabriel und ihren Mannen an alte Großtaten – wir sprechen hier natürlich primär von den ersten beiden Alben – anzuknüpfen. Mit einem markerschütternden Schrei leitet Marta den Hörer ohne Intro in die Platte ein, und einen besseren Einstieg als “The Witch Is Back” hätten CRYSTAL VIPER nicht wählen können. Knackig, hart, Marta kommt mit giftigen Vocals daher, und überhaupt wollen hier keine Gefangenen gemacht werden. Auch das flotte “I Fear No Evil” schlägt in die gleiche Kerbe, hat ein schönes NWoBHM-Flair, ist zugleich aber zugänglicher als der martialische Opener. Garniert mit einem feinen Ohrwurmrefrain, bekommt man hier als Hörer das erste Mal Hühnerfell. Der sich anschließende Stampfer “When The Sun Goes Down” wurde schon vorab veröffentlicht und entpuppt sich als epischer Ohrwurm. Das Eröffnungstrippel von “Queen Of The Witches” überzeugt somit schon einmal aus dem Stand.

Überraschungen und harter Stahl

Nachfolgend gibt es die erste faustdicke Überraschung. “Trapped Behind” ist eine herzerweichende Piano-Ballade, die Marta von einer ganz anderen Seite zeigt und mit einer sehr starken Performance der Sängerin punkten kann. Die Nummer wirkt zunächst etwas ungewohnt und nach den drei harten Stücken an vierter Stelle vermeintlich deplatziert. Bei genauerem Hinhören ist jedoch genau diese Position für den Song optimal, denn mit den folgenden Highlights “Do Or Die”, “Burn My Fire Burn” und dem flotten “Flames And Blood” ziehen CRYSTAL VIPER das Tempo direkt wieder an. Ross The Boss (war bei MANOWAR als die noch richtig gut waren) und Mantas (ex-VENOM) solieren sich famos durch die beiden Echtstahlhymnen “Do Or Die” und “Flames And Blood”. “Burn My Fire Burn” ist ein treibender Metalsong, den Reminiszenzen an alte IRON MAIDEN abrunden. Starke Nummer, cooler Refrain.

Die Viper bleibt giftig

Mit “We Will Make It Last Forever” folgt dann eine sogenannte Powerballade, die neben einem passenden Arrangement ebenfalls durch Martas Stimme zu überzeugen weiß. Sicherlich nicht die beste Ballade die jemals geschrieben wurde, aber definitiv auch kein Rohrkrepierer. Die Nummer fügt sich gut in das Album ein und sorgt vor dem Finale noch einmal für eine kurze Verschnaufpause. Jenes fällt mit dem letzten CRYSTAL VIPER-Song “Rise Of The Witch Queen” noch einmal schön knackig aus und schlägt somit einen Bogen zum Opener von “Queen Of The Witches”. Den wirklichen Schlussstrich unter das starke Album zieht dann die GRIM REAPER-Coverversion “See You In Hell”, die zwar gut gelungen, eigentlich aber überflüssig ist, da das Eigenmaterial schon stark genug ist. Auf der anderen Seite haben CRYSTAL VIPER schon immer Covernummern gespielt. Von daher mag ich nicht meckern.

Vergleich mit dem Debüt?

Die vier Jahre zwischen “Possessed” und eben “Queen Of The Witches” haben CRYSTAL VIPER exzellent genutzt und ein Album geschrieben, das sich durchaus mit dem überragenden Debüt “The Curse Of Crystal Viper” messen kann. Verglichen mit dem letzten Album der Band und auch “Crimen Excepta” (das eine vergleichsweise düstere Grundstimmung hatte) strotzt “Queen Of The Witch” vor Kraft, Ideenreichtum und packenden Metalhymnen. Fans können hier wirklich blind zugreifen. Saustarke Platte!

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09.02.2017

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