Das Praeparat - Unschuldsblicke

Review

Nachdem das deutsche Duo DAS PRÄPARAT auf seinem Erstlingswerk „THX LD50“ noch etwas Starthilfe von WELLE:EDRBALL bekommen hatte, gehen Dr.Hyde & Nachschwester K. nun einen weiteren Schritt in Richtung Eigenständigkeit. Das neue Album „Unschuldsblicke“ setzt sich dabei inhaltlich mit den leider immer wieder aktuellen Themen Kindesmisshandlung und Pädophilie auseinander, will dabei sowohl provozieren als auch zum Nachdenken auffordern. Inwieweit dem Duo dies gelungen ist, soll in Anbetracht des schwerwiegenden Themas am Besten jeder Hörer für sich selbst entscheiden – der Grat zwischen Provokation und Geschmacklosigkeit ist bei diesem Thema für manch einen vielleicht ein schmaler.

Musikalisch erinnert der analoge Synthiesound auch auf „Unschuldsblicke“ immer noch ein wenig an WELLE:ERDBALL, beispielsweise im Rahmen von Tracks wie „Fetus in Fetu“, „Mondscheinkind“ oder „Hysterie“, der Sound ist jedoch insgesamt druckvoller und tanzbarer als bei den Szenekollegen. DAS PRÄPARAT gehen jedoch inzwischen auch deutlich über den Sound von WELLE:ERDBALL hinaus, denn immer wieder präsentiert sich das Duo durchaus experimentierfreudig, sei es im Rahmen klassisch arrangierter Klavierstücke („Onkel“, „Allein“, „Schließ die Augen“) oder aber durch den Einfluss von Elementen aus dem Bereich Kabarett („Du störst“).

Das Ergebnis ist ein musikalisch abwechslungsreiches und inhaltlich verstörendes Album, das insgesamt zu gefallen weiß, auch wenn nicht jeder Ton von Dr.Hyde so hunderprozentig sitzt…

13.08.2010

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