Debauchery - Continue To Kill

Review

Galerie mit 18 Bildern: Debauchery - Ruhrpott Metal Meeting 2019

Es ist noch nicht lange her, da borgten sich DEBAUCHERY ihre Ideen einfach bei den großen Klassikern. Mit „Back In Blood“ legten sie ein Album vor, bei dem AC/DC drin war, wo DEBAUCHERY drauf stand. Und was machen sie nun auf ihrem fünften Silberling? Erst einmal nehmen sie ihren Kritikern einiges an Wind aus den Segeln.

Wer den Standardvorwurf ins Feld führt, man hätte es hier mit einem bloßen Klon von SIX FEET UNDER zu tun, wird gleich zu Beginn überrascht. Denn die unerwartet schnellen Songs sind geschickt in der ersten Hälfte geparkt. Als ob die Band beweisen wollte, dass sie auch anders kann, wurden die wirklich langsamen Tracks einfach weiter hinten versteckt. Was aber wichtiger ist, DEBAUCHERY haben zu meiner großen Freude keine lahmen, minimalistischen Rohrkrepierer wie zum Beispiel das beliebte „Blood For The Bloodgod“ fabriziert. „Continue To Kill“ ist ganz im Gegenteil ein abwechslungsreiches Album ohne merkliche Hänger. Der letzten Veröffentlichung von SFU ziehen sie damit jedenfalls die Hose runter. Nicht nur, weil ein Chris Barnes bei den hier gehörten Vocals schon seit längerem den Schwanz einziehen muss.

Einigen überraschenden Tönen zum Trotz, im Grunde enthält „Continue To Kill“ wieder das, was jeder erwartet durfte. Leicht verdauliche Death Metal-Partymucke. Und auch der tiefe Griff in die Klischee-Kiste dürfte wie üblich polarisieren. Nein, sich selbst ernst nehmen ist nicht die Sache von DEBAUCHERY. Das war es nie und wird es nie werden. Wer daran noch zweifelt, muss lediglich das absurd ulkige Artwork von „Continue To Kill“ betrachten oder einen Blick auf die lachhaft bösen Songtitel werfen. Mit „Slayer’s Angel Of Death“ gibt es natürlich eine der üblichen Coverversionen und der „Blood God“ darf auch dieses Mal nicht fehlen. Rein formal also business as usual.

Wer eine Antipathie gegen DEBAUCHERY hegt, wird dieses Album sicherlich in die Tonne kloppen. Daran sollten sich all jene nicht stören, die es schaffen, unbelastet an „Continue To Kill“ heranzugehen. Nachdem DEBAUCHERY schon lange ihre Nische gefunden haben, können sie diese zum ersten Mal wirklich ausfüllen.

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25.03.2008

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3 Kommentare zu Debauchery - Continue To Kill

  1. Anonymous sagt:

    Die nehmen sich schon ernst, sonst würden sie ja nicht jedem die Fresse polieren wollen, der ihren Alben die verdiente Abreibung gibt *mrgreen*
    Aber wahrscheinlich ist das auch nur ein Witz, bei der kraft- und eierlosen Stimme des Gutturalisten muss man wohl laut in den Wald krächzen, um überhaupt etwas zu retten; Muskeln sind ja auch kaum vorhanden, wie ich neulich erleben durfte. Für Partys gibt’s AC/DC, Kiss, Hellacopters, Slade, Crüe, Gluecifer, Status Quo, Tubonegro und Freunde.
    (Bl)Öde.

    2/10
  2. Anonymous sagt:

    Die haben auch noch kein Album gemacht, das irgendwie schwach war. "Back in Blood" war trotzdem noch einen Tick stärker.

    9/10
  3. metal-maniac sagt:

    Man kann der Band sicherlich viel vorwerfen aber eine eierlose Stimme wohl kaum. Vielleicht, dass der Sänger wie ’ne Kopie eines gewissen Chris Barnes klingt. Weiß ja nicht wie ernst das gemeint war aber das ist sicherlich keine objektive Kritik. So long…

    8/10