Doomsword - Let Battle Commence

Review

Nachdem die Italiener von Doomsword ihr rein instrumentales Mittelalterprojekt „1014 A.D.“ auf Eis legen mussten, da sie auf unüberwindbare Probleme bei der Beschaffung von Instrumenten wie Lauten, Krummhörnern, Dudelsäcken oder auch Handtrommeln gestossen sind, versuchten sie, die beabsichtigte Thematik und Stimmung durch metallische Musik auszudrücken. Das Ergebnis war die Band Doomsword und mit „Let Battle Commence“ liegt mir nun ihr drittes fullength Album vor. Ein wenig enttäuscht war ich aber ehrlich gesagt schon, als ich die CD zum ersten mal hörte, denn aufgrund des sehr stimmungsvollen Covers rechnete ich eher mit etwas aggressiverem Viking Metal der Marke Windir oder Amon Amarth. Doomsword hingegen lassen es viel gemächlicher angehen und orientieren sich musikalisch eher am traditionellen Metal der 80er Jahre. Dennoch muss ich eingestehen, dass mich das Material von Doomsword nach ein paar Durchläufen doch überzeugen, teilweise gar richtig begeistern konnte. Das Tempo ist wie gesagt ziemlich weit unten angesetzt, und betritt nicht selten Doom Metal Gefilde, was eine epische, teils majestätische Stimmung zu erzeugen vermag. Sehr gut wird dieses Vorhaben vom teilweise sehr pathetischen Gesang des Frontmannes bekräftigt. Im Endeffekt denke ich, dass eben dieser Gesang die grösste Stärke von Doomsword ist, denn so viel Leidenschaft haben nur die wenigsten Sänger in Ihrer Stimme. Aber auch die kleinen, sehr sporadisch aber dafür umso effizienter eingesetzten Elemente, wie ruhige Keyboardklänge oder gut proportionierte Chöre (sehr genial in „Blood Eagle“) bereichern das Material nicht unerheblich. „Let Battle Commence“ ist also ein Album, das zwar den Pfad des Heavy Metal geht, aber trotzdem teilweise sehr gut die Stimmung zu vermitteln weiss, die man sonst eher von Pagan/Black Metal Bands gewohnt ist. Für den grünen Bereich fehlt mir aber auch hier wieder ein konstantes überdurchschnittliches Songwriting.

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30.01.2004

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1 Kommentar zu Doomsword - Let Battle Commence

  1. steffen sagt:

    Schlecht sind die Spaghettis nicht, aber irgendwie will der Funke nicht überspringen. Normalerweise stehe ich auf epischen Stoff und mag die Spannung generierenden Momente, die einige Bands auszeichnet. Doomsword dagegen kann ich gut zum Einschlafen auflegen, es passiert einfach nix…. (das Problem hatte ich übrigens auch schon mit der Vorgängerscheibe)

    6/10