Eisschock - Therapie

Review

Eisschock ? Noch nie gehört !? Kein Wunder, hält sich der Bekanntheitsgrad des weiblichen Soloprojekts aus Gießen auch noch etwas in Grenzen. Dies sollte und dürfte sich jedoch bald ändern, denn mit „Therapie“ legt EISSCHOCK ein beachtliches Erstlingswerk vor, das sich hinter Veröffentlichungen alteingesessener Bands keineswegs verstecken muss.

Kreativer Kopf hinter EISSCHOCK ist eine junge Dame namens Andrea, die mit ihrem ambitionierten Soloprojekt elektronische Musik und psychologische Themen verbindet – dementsprechend schickt sie den Hörer auch in eine Art musikalische „Therapie“, in der sie sich mit Themen wie „Narcissm“ oder „Panic Attack“ auseinander setzt. Die musikalische Bandbreite erweist sich dabei als vielfältig, was eine eindeutige Genre-Zuordnung garnicht mal so leicht macht. Durchgängig elektronisch arrangiert, pendelt der Sound von EISSCHOCK zwischen EBM, Elektropunk und eingängigen Synthpop-Melodien. Hinzu kommen die abwechslungsreichen Vocals, die ebenfalls sehr unterschiedliche Facetten offenbaren und sich oft der Thematik der Songs anpassen. Diese drehen sich wie bereits angesprochen um zahlreiche Dispositionen der menschlichen Psyche und so spiegelt sich die Stimmung – beispielsweise in Songs wie „Panic“ oder „Sex Sells“ – auch oft in einer eher hektischen Songstruktur samt aufgewühlter Vocals wieder, musikalisch durchaus vergleichbar mit Bands wie PZYCHOBITCH. „Nameless“ und „Loveseeker“ verbreiten dagegen einen sehr sympathischen 80er-Flair und auch das abschließende „In deinem Kopf“ gefällt durch seine leicht verspielte und dennoch dynamische Melodik.

Nach knapp 40 Minuten ist die erste „Therapie“ dann beendet und man hat auf jeden Fall das Gefühl, dass sich diese für einen persönlich gelohnt hat. Gleichzeitig freut man sich auch schon auf die nächste „Therapie“, denn es ist auch klar, dass in diesen 40 Minuten noch nicht alles geklärt werden konnte – einige Aspekte wären mit Sicherheit noch zu intensivieren, um einen noch bleibenderen Eindruck beim Patienten zu hinterlassen. Die erste „Therapie“ war auf jeden Fall erfolgreich und vielversprechend, freuen wir uns auf die nächste…

08.02.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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