Ekpyrosis - Deathtrips

Review

Parallel zu diesem Artikel hat der Kollege Björn Gieseler die Unordnung rund um Bands mit dem Namen EKPYROSIS in unserer Datenbank gelöst und eine Trennung zwischen den Power Metallern aus Österreich, den Todesheimern aus Italien und dem hier gegenständlichen Projekt aus Deutschland umgesetzt. Passt perfekt, da von beiden letztgenannten Bands bzw. Projekten neue Veröffentlichungen in den Startlöchern stehen.

„Deathtrips“, das Dark-Ambient-Release für harte Jungs

Das geheimnisvolle deutsche Projekt EKPYROSIS, welches aufmerksamen metal.de-Lesern durch die bereits erschienenen drei Studioalben bekannt sein könnte, verlässt die bisherige Marschroute auf der EP „Deathtrips“ wesentlich und wagt einen experimentellen Ausflug in unbekannte Weiten. Wo bisher avantgardistischer Black Metal vorherrschte erstrecken sich nun repetitive Industrial-Orgien ohne Gesang und Gitarren. ILDJARN meets Dark Ambient meets fuck you all. Die einzigen melodisch-musikalischen Ausreißer kommen in Form der Synthesizer daher, die in burzumesker Ambientmanier Melodien einstreuen.

Dennoch ist insbesondere durch den Off-Beat spuckenden Drumcomputer die Monotonie und Konsequenz von „Deathtrips“ gleichzeitig beeindruckend und erdrückend. EKPYROSIS sind nur karg, farblos und brutal, ein elektronisches Massaker, welche nach einer gewissen Gewöhnungszeit von abstoßend zu faszinierend wechselt. Ein unmetallisches Primitive-Black-Metal-Worship, wenn man so will.

Ekpyrosis - Deathtrips (Foto)

Only Tape is real – „Deathtrips“ erscheint auf 150 Kassetten inkl. Download-Code

EKPYROSIS treiben durch den Wald der Zerstörung

EKPYROSIS machen in ihrem Stil weiter, ohne wirklichen Fortschritt, aber gut in Szene gesetzt.“ schrieb der Kollege Markus Endres zum letzten Album. „Deathtrips“ entkräftet diesen Vorwurf vehement. Einsteiger in die Klangwelt von EKPYROSIS versuchen sich vermutlich besser zunächst einmal an den Studioalben und vermeiden die unerwartete Abzweigung. Wobei wenig auf diese in der Tat eigenständige und anti-trendige EP vorbereiten kann.

Am Ende führt „Deathtrips“ das Bewertungssystem dieses Magazins ad absurdum, denn die Frage nach dem handwerklichen Geschick oder Aspekte wie Sound und/ oder Produktion sind derart in den Hintergrund gerückt, dass diese ohnehin belanglos geworden sind. Gerade diese Aspekte haben eine Band wie ILDJARN zum Kult avancieren lassen. EKPYROSIS treiben dies in elektronischer Manier auf die Spitze.

29.07.2018

Stellv. Chefredakteur

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